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OpenStreetMap
Die freie Weltkarte
Letzte Überarbeitung: 4.05.2015

Auf einen Blick

Public-images-osm logo.svg
  • freie Weltkarte nach dem Wikipedia-Prinzip
  • jeder kann mitmachen und Inhalte ergänzen
  • über 2.000.000 Accounts/~16.000 Aktive (rapide wachsend)
  • weltweites, vielsprachiges Projekt
  • freie Verfügbarkeit der "Rohdaten"
  • in Ballungsgebieten bereits flächendeckend
  • kommerziell nutzbar
  • ...

Was ist OpenStreetMap ?

OpenStreetMap (OSM) ist ein Projekt mit dem Ziel, Daten für eine freie Weltkarte zu sammeln. Durch die Zusammenarbeit vieler Freiwilliger entsteht ein "großes Ganzes", das dem Vergleich mit proprietären Produkten stand hält. Wie hochwertig die Ergebnisse einer solchen Zusammenarbeit Vieler sein können, beweist "Wikipedia" als Enzyklopädie seit Jahren.

Weltweit werden bei OSM Daten über Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und alles andere zusammengetragen, was auf Karten zu sehen ist. Grundlage hierfür sind gesammelte Aufzeichnungen von GPS-Geräten, Luftbilder die zum "abzeichnen" freigegeben sind, zur Verfügung gestellte Karten und Importe freier Kartendaten.

Kostenfreie Landkarten findet man im Internet reichlich. Wirklich kostenfrei sind diese aber nur bei der Betrachtung, jedoch nicht bei der Benutzung z.B. auf der eigenen Internetseite. OpenStreetMap ermöglicht hingegen auch die freie Benutzung der Karten und sogar der zu Grunde liegenden Daten. Damit stehen der Verwendung alle Türen offen. Man muss keine Angst vor teuren Abmahnungen haben. (Presse über Abmahnungen bei "Anfahrtsskizzen" z.B. [1] oder [2])
Siehe auch: [3]

Auch die Qualität ist bei vielen anderen Karten nicht immer zufriedenstellend. Straßenverläufe sind nicht korrekt, Feldwege fehlen und eine ganze Reihe weiterer absichtlicher und unabsichtlicher Fehler sind zu finden. Bei OpenStreetMap braucht sich niemand über die Fehler zu beschweren, sondern kann sie selbst korrigieren. Weil die Daten selbst erhoben und nicht aus urheberrechtlich geschützten Karten abgemalt sind, hat das Projekt selbst auch alle Rechte daran. Die OpenStreetMap-Daten darf jeder lizenzkostenfrei einsetzen und beliebig weiterverarbeiten. Sie stehen unter einer freien Lizenz (Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0).
Siehe auch: [4] und [5]

Motivation / Wer kann mitmachen?

Jeder kann mitmachen, Karteninformationen beisteuern, OpenStreetMap-Software schreiben oder verbessern, die Dokumentation vervollständigen, für Werbung sorgen und viel viel mehr. Für die meisten Freiwilligen ist die Karte wachsen zu sehen, die größte Motivation. Einige behaupten sogar, das sogenannte "Mappen" (eintragen von Karteninformationen) würde süchtig machen. Fest steht jedoch, dass es ungemein Spaß machen kann.

Ein großer Teil der "Mapper" vervollständigt die Karte, indem Straßen und Wege abgelaufen (oder geradelt) und die Informationen mit einem GPS-Gerät aufgezeichnet werden. Anschließend können die gewonnenen Daten in die Karte eingezeichnet werden und stehen sofort jedem zur Verfügung.

Aber auch ohne eigenes GPS-Gerät (Kosten ab etwa 60€) kann man die OpenStreetMap verbessern. Ob man unbenannten Straßen Namen gibt, einen fehlenden Zebrastreifen oder Kindergarten aus dem Kopf einzeichnet oder eventuelle Fehler in seinem Wohnumfeld korrigiert, es gibt immer genug zu tun. vgl.: [6] und [7]

Wachstum

Osmdbstats1.png

Das Projekt OpenStreetMap wächst rasant! Waren noch am Anfang des Jahres 2008 rund 20.000 Teilnehmer angemeldet, so waren es im Dezember 2008 schon etwa 80.000. Davon sind rund 10% regelmäßig aktiv. Die "magische" Grenze von 200.000 Teilnehmern wurde Anfang Januar 2010 erreicht, 500.000 im November 2011, 1.000.000 im Dezember 2012. Dabei vergrößert sich die Teilnehmerzahl monatlich um etwa 10%. Aktuell wirken weltweit über 2.000.000 registrierte User mit.[1] Davon sind kontinuierlich ~16.000 aktiv. Deutschland gehört mit Großbritannien zu den Ländern mit den meisten Freiwilligen. Es gibt aber Benutzergruppen rund um die Welt.
Siehe auch: Statistics

Viele Freiwillige stehen im regen Austausch, meist über Mailinglisten, Forum, Chat oder über das projekteigene Wiki. In der OSM-Karte kann man sich direkt anzeigen lassen, wer im eigenen Umfeld aktiv ist. In mehreren deutschen Städten gibt es OSM-Stammtische, um den persönlichen Austausch zu fördern. Man trifft sich zu "Mappingpartys", um gemeinsam ein Gebiet zu kartografieren.
Siehe auch: Lokale OSM Gruppen

Abdeckung

In Deutschland hat die OpenStreetMap bereits eine beachtliche Abdeckung. Alle größeren Städte sind schon recht komplett erfasst. Aber auch im ländlichen Bereich sind in der Regel zumindest die wichtigsten Straßen vorhanden. Eine Besonderheit der Karten ist, verglichen mit anderen Internetkarten, die hohe Verfügbarkeit von Feld-, Wald-, Wander- und Radwegen. Diese spielen bei kommerziellen Karten, die in der Regel für Autofahrer gemacht sind, eine untergeordnete Rolle. Nicht so bei OSM.

Genau so schnell, wie die Benutzergemeinde wächst, werden auch "weiße Lücken" gestopft und neue Straßen und Gebiete eingezeichnet. Es kommt vor, dass man ein bis zwei Monate nicht in die Karte geschaut hat und ein vorher leeres Gebiet fast voll erfasst vorfindet.

Im weltweiten Vergleich gehört Deutschland in OpenStreetMap zu den best erfassten Gebieten, obwohl das Projekt in Großbritannien gestartet wurde und obwohl es hier keine große "Kartenspende", wie in den Niederlanden oder den USA, gab. Wenn man sich in der OpenStreetMap umschaut, kann man gut erkennen, dass es sich um ein weltweites Projekt handelt. Es gibt kaum ein Land, in dem sich nicht eine Gemeinschaft oder ein "Einzelkämpfer" gefunden hat, um die Karte zu vervollständigen.

Da OpenStreetMap ein offenes System ist, kann die Karte nicht "fertig" werden. Selbst wenn die Etappen Hauptverkehrsstraßen, "alle Straßen mit Namen" und "alle Straßen" erreicht sind, kann die Karte weiter verfeinert werden. So können Gebäudeinformationen hinzugefügt, interessante Orte eingetragen und genauere Daten ergänzt werden. Auch ist ein Straßennetz nicht statisch, sondern ändert sich stetig. Es bleibt also immer genug zu tun.

Aktualität

Neue Einträge oder Änderungen erscheinen in wenigen Minuten auf der Karte. Die dadurch mögliche Aktualität macht OpenStreetMap konkurrenzlos. So können Neubauten, Baumassnahmen, Staus und Sperrungen im Strassenverkehr sofort visualisiert werden. Hilfsorganisationen nutzen OpenStreetMap in Katastropengebieten zur Einsatzplanung bei Erdbeben, Waldbränden, Erdrutschen und andere Katastrophen. Unterstützt werden sie vom Humanitarian OSM Team.

Wie funktioniert OpenStreetMap?

Vom GPS-Spaziergang zur fertigen Karte

First Page2.PNG

In Gegenden, für die noch keine Daten in der OSM-Datenbank existieren, wird zunächst ein Grundgerüst an Straßen etc. aufgebaut. Mit einem GPS-Empfänger läuft oder fährt man die Wege im aufzunehmenden Gebiete ab, während das Gerät mitloggt. (Loggen: Eine automatische Protokollierung der Standorte mittels GPS-Empfänger. Die Position wird jede Sekunde aufgezeichnet) Das Fahrrad ist besonders geeignet, sowohl für Wohngebiete, als auch für genaue Aufzeichnungen in Feld und Wald. Die Mapper (Kartenersteller) notieren unterwegs Straßennamen, Telefonzellen, Spielplätze und so weiter. Hilfsmittel sind der klassischen Notizblock, aber auch Diktiergeräte, Kameras etc. Jeder nimmt das, womit er am Besten zurecht kommt.
Siehe auch: [8]

JOSM-Jan-2009.jpg

Die aufgezeichnete Strecke ist nun im GPS-Gerät als Spur (engl.:track) vorhanden. Diese Rohdaten können bereits in das OpenStreetMap-Projekt geladen werden. Straßen, Wege usw. werden daraus jedoch nicht automatisch generiert. Es muss nochmal Hand angelegt werden. Dieser Schritt wird als kartieren (engl.:mappen) bezeichnet. Üblicherweise werden dazu die OSM-eigenen Programme JOSM, Potlatch oder Merkaartor verwendet. Ein wenig erinnert das Nachzeichnen der Tracks an "Malen nach Zahlen", wie man es z.B. aus Malbüchern kennt. Dabei wird der aufgezeichnete Weg jedoch vereinfacht. (Eine gerade Straße kann im GPS-Track als Schlangenlinie erscheinen. Dies kann beispielsweise durch GPS-Ungenauigkeiten oder durch ein Wechseln der Straßenseite beim Protokolieren passieren.) Es findet also eine Abstraktion statt.

Nun ist die neue Straße als ein Liniengebilde (Vektordaten) vorhanden. Man kann ihr nun Etiketten (engl.:tags) geben. Als erstes ist dabei der Straßenname wichtig. Es wird also ein Tag angefügt, der die Straße mit ihrem Namen bezeichnet. (name=Hohenzollernallee). Weitere Merkmale sind z.B. Straßentyp, gibt es einen Fahrradweg, handelt es sich um eine Einbahnstraße usw. Der "Vorrat" an bereits verwendetet Merkmalen/Tags ist sehr groß. Die wichtigsten hat man sich jedoch schnell gemerkt. Auch halten die Kartenprogramme Vorlagen bereit, die einem bei der richtigen Bezeichnung unterstützen.
Siehe auch: Liste der Objekteigenschaften

Die neu erstellten Daten können in das Projekt geladen werden und stehen damit sofort allen anderen Teilnehmern zur Verfügung. Nun kann "angebaut", ergänzt, korrigiert und verbessert werden. Schrittweise werden so die Daten immer genauer, man sieht die Karte wachsen und wird durch die Fortschritte motiviert, weiter zu machen.

Unterschied OSM-Daten / fertige (gerenderte) Karte

Eigentlich ist die OpenStreetMap keine Landkarte oder ein Straßenplan, sondern eine Datenbank. In den zentralen Dateien werden sämtliche eingegebenen Karteninformationen gespeichert. Was man aus diesen Daten macht, steht eigentlich jedem im Rahmen der Lizenz frei. Da es aber nicht ganz einfach ist, aus diesen Daten eine Karte zu berechnen, werden durch das Projekt (also durch Freiwillige) anschauliche Karten erstellt. Dieser Vorgang wird als "rendern" bezeichnet. Die geläufigsten "Fertigkarten" von OSM sind Mapnik und Osmarender sowie die auf Fahrradfahrer spezialisierte OpenCycleMap. Auch sind Reit- und Wanderkarten verfügbar. Es gibt jedoch auch noch weitere und ständig kommen neue Kartendarstellungen hinzu.
Siehe auch: Auswahl einiger Online-Karten

Deutsches Stromnetz

Zudem kann sich jeder selber eine Karte nach seinen Wünschen erstellen. Ganz egal, ob er nur Flüsse und Seen eingezeichnet haben möchte (Angelkarte), eine Eisenbahnkarte erstellen will (für Lokliebhaber) oder die Lebensmittelgeschäfte besonders hervorzuheben wünscht. So verschieden die Karten dann aussehen mögen, sie basieren immer auf den gleichen Grundinformationen, unterscheiden sich jedoch darin, welche Merkmale ob und wie zum Vorschein kommen.

Auch sind weitere über die Kartenerstellung hinausgehende Anwendungen denkbar. Es existieren beispielsweise bereits erste Online-Routenplaner, die nur mit den OpenStreetMap-Daten arbeiten. Auch können die Daten so umgewandelt werden, dass sie auf Navigations-Geräte geladen werden können. Zudem unterstützen immer mehr Fachprogramme der Geo-Information das OpenStreetMap-Format. Da es das erste Mal ist, dass eine so große geographische Datenbasis jedem zur Verfügung steht, ist noch nicht abschätzbar, welche weiteren Anwendungsgebiete sich auftun werden.

Alternative Datenquellen

Das "Fundament" der OpenStreetMap sind die zahlreichen Benutzer, die mit ihren GPS-Geräten durch die Lande streifen, um die Karte zu vervollständigen. Aber auch ohne GPS kann man sehr viel machen. Jeder weiß, wie seine Straße heißt, wo der nächste Bäcker ist, wie man zum nächsten Briefkasten kommt usw. Genau diese Informationen kann man in die Karte einzeichnen und damit die Karte verbessern. (Fehler melden)

TorontoHarbour-landsat.png

Es gibt jedoch auch noch weitere Informationen, die in OpenStreetMap Verwendung finden und die es jemandem ohne GPS-Gerät erlauben mitzumachen. Satellitenbilder sind in der Regel durch Nutzungsrechte und Lizenzen geschützt und somit für die Verwendung in OSM ausgeschlossen. Jedoch gibt es Firmen, Institutionen und Privatleute, die mit OpenStreetMap kooperieren, indem sie Fotos, Karteninformationen, Straßenkarten und mehr zur Verwendung in OpenStreetMap freigeben.

So dürfen beispielsweise die Satellitenbilder von Yahoo und seit Kurzem auch die von Microsoft (Bing-Maps) in OSM genutzt werden. Dies erlaubt fast flächendeckend eine Erfassung vieler Details, angefangen von Flüssen, Wäldern und Seen, bis zu Straßen, Stromleitungen und sogar einzelnen Gebäuden. Noch detaillierter sind die qualitativ hochwertige orthographische Fotos (Digitale Orthofotos (DOP)) des Landesvermessungsamtes Bayern, die für ein Pilotprojekt zur Verfügung standen. Es sollte gezeigt werden, wie hilfreich diese bei der Erstellung einer "Freien Karte" Karte sind. OpenStreetMap blickt zuversichtlich in die Zukunft und hofft, dass diese Zusammenarbeit Schule macht. OSM erhielt die Genehmigung des französischen Wirtschaftsministeriums, alle online-verfügbaren staatlichen Katasterkarten als Grundlage für OSM-Karten nutzen zu dürfen. Auch stellt "straßen.nrw" Daten über den Verlauf der Autobahnen, Bundes-, Land- und Kreisstraßen in NRW zur Verfügung. Auch komerzielle Anbieter, wie Aero-West, stellten bereits kostenfrei Luftbilder zur Verfügung.

Fremdinformationen können jedoch auch, anstatt sie nachzuzeichnen, direkt importiert werden. Diese Importe stellen bei OpenStreetMap eine Besonderheit dar. Hierbei werden umfangreiche und komplexe Karteninformationen direkt in die Datenbank eingefügt. Zwar ist das technisch nicht immer ganz unproblematisch, jedoch kann dadurch die Qualität eines Gebietes schlagartig verbessert werden. Beispiele hierfür sind:

und etliche Weitere.
Siehe auch: Importe, weitere mögliche Datenquellen

Durch diese vielfältigen Quellen, die die Erhebung mittels GPS unterstützen, erreicht die OpenStreetMap mittlerweile eine beachtliche Qualität. Mit Sicherheit werden zukünftige Spenden ihr Übriges tun.

Eine Datenbank, tausende Karten, unendliche Möglichkeiten

Durch die Verfügbarkeit geographischer Rohdaten entwickelt sich auch ein Interesse kommerzieller Anbieter. Dies ist durch die Lizenz nicht ausgeschlossen. Lediglich die Geodaten müssen ihre Lizenz behalten. Das erlaubt eine Anwendung der Karten und Daten auch durch Firmen und Institutionen. So nutzt beispielsweise eine Preissuchmaschine OpenStreetMap-Karten für ihre "Lokale Suche". Die Kombination aus freier Verfügbarkeit und dienstleisterunabhängiger Verwendung waren hier ein Grund OpenStreetMap-Daten zu verwenden. Man geht nicht das Risiko ein, dass ein vermeintlich kostenloser Kartendienst vom jeweiligen Anbieter zur Protokollierung der Benutzer auf der eigenen Internetseite verwendet wird.
Siehe auch:Liste der OSM Nutzer, OSM Dienstleister

Dennoch ermöglichen die Daten es auch gerade Anwendungen hervorzubringen, die kein kommerzieller Anbieter bedienen kann, weil eine Datenerhebung zu teuer wäre. Insbesondere sind dies Rollstuhlfahrer-Routing oder Tastbare Karten.

Aber auch das "Open" in OpenStreetMap im Sinne von "Frei", wie in "Meinungsfreiheit", ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Fehler oder Irrtümer in kommerziellen Karten entstehen meist unabsichtlich oder sind Teil des Kopierschutzes (Copyright-Easter-Egg).
Falsche Angaben in staatlichen oder institutionellen Karten haben jedoch meist andere Hintergründe. Entweder gibt es nicht die finanziellen Mittel oder es wird als nicht notwendig angesehen, ein genaue, offizielle Karte zu erstellen (vgl.: [9]). Als andere Möglichkeit werden zwar Karten mit Steuergeldern erstellt, diese jedoch nicht frei zugänglich gemacht, sondern weiterverkauft (vgl.: [10]). Am fragwürdigsten ist jedoch die Praxis, Kartenmaterial und Geodaten als "Staatsgeheimnis" anzusehen und es entsprechend zu schützen und zu manipulieren (vgl.: [11]).


OpenStreetMap unterstützt die geographische Meinungsfreiheit!


Interessantes

Ämter

Und was machen die Bundesministerien, wenn sie auf die Idee kommen, Karten-/Lagenformationen auf einer "Open"-Basis zu veröffentlichen? Richtig! Sie verwenden Openstreetmapkarten: http://www.prtr.bund.de
Genauso übrigens, wie das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe oder das Weiße Haus

Da OSM auch für Touristen sehr interessant sein kann, packen einige Kommunen gleich selbst mit an: Montabaur
Siehe auch: Liste der OSM nutzende Behörden

OpenStreetMap macht Schule

Notizen machen.jpg

Die Mitarbeit an OpenStreetMap kann auch in Schulen in Form einer Unterrichtsreihe oder eines Schulprojektes interessant sein. Fächerübergreifend können dort Themen aus den Bereichen Geographie, Mathematik und Informatik mit einem aktuellen Bezug vermittelt und im alltäglichen Lebensumfeld der Schüler angesiedelt werden. Bereits mehrfach wurden solche Projekte in der Vergangenheit durchgeführt. Meist entstand dabei eine komplette Karte eines Ortes oder Stadtteils. Darüber hinaus fanden viele Schüler so viel Interesse an dem Thema, dass sie in ihrer Freizeit weiter machten:

OpenStreetMap unterstützt solche Projekte aktiv. Dank einer Spende können zu diesem Zweck auch GPS-Geräte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Infos dazu: [12] Oft findet sich ein lokaler Mapper, der solch eine Aktion in der Schule unterstützt. Ein interessierter Lehrer ist hier aber auch innerhalb weniger Tage eingearbeitet.
Siehe auch: Schulprojekt: Landkarte

Humanitäres Openstreetmap Team

Haiti Quake Map.png

Durch das Erdbeben in Haiti wurde erstmals in größerem Umfang Daten von Luftbildern erhoben, um die Helfer vor Ort mit aktuellen Karten und Navigationsdaten zu unterstützen.
Seither versucht das HOT bei jedem größeren Unglück, Spender für Bildmaterial zu motivieren und die Daten möglichst umgehend zu aktualisieren.

Weitere Einzelbeispiele

Zahlen, Daten, Fakten

  • Projektgründung durch Steve Coast (London) im Juli 2004
  • Start der Erfassung im größeren Rahmen im März 2006
  • über 2.000.000 Freiwillige machen weltweit mit. Das bedeutet fast 10% Wachstum monatlich. (Stand: März 2015)
  • ca. 33 Millionen Kilometer Straße sind bereits erfasst. (Stand: Mai 2009)
  • ca. 250.000 Städt/Dörfer/Orte allein in Europa
  • über 1 Milliarde Knoten weltweit (engl.:nodes)
  • ...

Siehe auch: Statistics

Quellen und Material

Fotos

  • Press images - hochauflösende Fotos mit Autorennennung
  • Funny signs - lustiges was wir während des mappens so sehen

Bilder

  • Featured images meist niedigere Auflösung
  • Besondere Orte in der Geschichte von OSM [13]
  • Karten von beliebigen Städten/Gemeinden/Gegenden in hoher Auflösung (z.B. 2000x1600 Pixel) auf Anfrage.
  • Weiteres "Schaufenster" der Anwendungen [14]

Links für Einsteiger

Links für Journalisten

References

  1. User statistic