Geoportal Berlin

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Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) stellt seit 2013 Geodaten unter OSM-kompatiblen Nutzungsbedingungen bereit, die für unsere Zwecke sehr genau sind und regelmässig aktualisiert werden, aber auch historische Daten zum Vergleich aufzeigen.

Diese Seite soll beschreiben, wie diese Daten nutzbar sind, und mit welchen Fehlerquellen und Aktualitäten wir rechnen können.

Neueste Daten

Verfügbare Dienste

Der Eintrag zu Berlin auf der Contributors-Seite erläutert die Nutzungsfreigabe und den Quellenvermerk. Dieser lautet: "Geoportal Berlin / [Titel des Datensatzes]" und sollte in das source-Tag der Changesets aufgenommen werden. Beispiel, wenn man mehrere Datensätze miteinander vergleicht:

source = Geoportal Berlin / DOP20RGB (2016,2015,2014,...); Hausumringe

Der Senat listet alle Dienste hier alphabetisch. Diese können sowohl über ein Browserinterface betrachtet, als auch als WMS-Layer in unsere Editoren eingebunden werden.

Besonders nützlich für OSM

Interessant sind insbesondere die Digitalen farbige Orthophotos (DOP) und die Hausumringe.
Die verschiedenen Jahrgänge der DOP haben unterschiedliche Parallaxen, und sind zu verschiedenen Jahreszeiten aufgenommen.
Ein Umschalten lohnt daher für die Detailfindung und zur Feststellung von Gebäudegrundrissen; oder ob ein Haus neu gebaut der abgerissen wurde.

  • Hausumringe Berlin einschliesslich Grundstücksgrenzen, Straßenlayout und Hausnummern
    • Layer 1 Hausumringe Berlin, grüne Flächen - nur Häuser
    • Layer 0 Hausumringe Hintergrund 1:5000 - 1:1000 (ALK) - Hausumringe, Grundstücksgrenzen, Straßenlayout, Hausnummern, Geschosszahlen (weiß oder transparent möglich, ideal um es über das DOP zu legen)

Bedingt nützlich für OSM

Den folgenden Diensten mangelt es oft an Aktualität.
Bitte insbesondere Einrichtungen (z.B. Schulen) und deren Namen nicht einfach übernehmen, sondern als Start für eigene Recherche nutzen, hier wird in der realen Welt viel schneller umgezogen, umbenannt und umgebaut, als das Geoportal hinterherkommt. Bei OSM sind wir fixer.

Für die Mapper der Berliner Mauer (1961-1989):

Einbinden der WMS-Dienste

Allgemeine Schritte

  • Nutzungsbedingungen prüfen, bei Verweis auf "nutzIII.pdf" sind diese OSM-kompatibel, manche historischen Daten haben aber abweichende Bedingungen.
  • Koordinatensysteme prüfen, alle neueren Dienste bieten EPSG:25833, manche historischen aber nur die alten Berliner Soldner-Koordinaten (EPSG:3068)

JOSM

Dienst und Kartenprojektion einstellen

  • in JOSM Preferences -> Map setting -> Map projections auswählen, und Projection Method: By Code (EPSG) auswählen.
  • EPSG:25833 einstellen, das ist UTM Zone 33N
    (bei historischen Karten ggf. EPSG:3068 /Soldner, JOSM kann das seit Version 9973 nun endlich auch)
  • Falls noch ein Bing-Layer aktiv war, kommt eine Warnung, dass Bing diese Projektion nicht kann.
    Das ist korrekt - Bing-Layer in JOSM löschen.
  • in JOSM Imagery -> Imagery Preferences öffnen, im unteren Block rechts aussen +WMS anklicken
  • bei Enter service URL die kopierte Adresse einfügen, Get Layers klicken.
  • Das DOP-Beispiel hat nur einen Layer, diesen anklicken.
  • Image format auswählen, bei Fotos ist JPEG und bei Grafiken PNG zweckmäßig.
    Bei manchen Grafiken ist Transparenz sinnvoll, wenn sie über ein Foto gelegt werden.
    Achtung, machmal sind schwarze Linien ohne Hintergrundbild nicht sichtbar.
  • Bei Bedarf unten den Namen des Layers anpassen. (Unter diesem Namen speichert JOSM auch die Kacheln im Cache.)
  • OK klicken, JOSM hängt den neuen Eintrag zunächst unten an die Liste an, sortiert ihn dann aber später alphabetisch ein.
  • Unter Imagery ist jetzt der neue Layer verfügbar.
  • JOSM warnt davor, dass Luftbilder einen Versatz haben könnten. Kann man in diesem Fall wegklicken, die aktuellen Berliner Geoportal-Dienste sind für unsere Zwecke sehr genau.

Dienste mit mehreren Layeren

  • Bei Diensten mit mehreren Layern kann man beim Einrichten entscheiden, ob man einen einzelnen Layer oder den ganzen Dienst verlinkt (WMS Endpoint), z.B. bei Hausumringen, und erst bei Aufruf entscheiden welchen man sehen will.
    So gibt es die Hausumringe sowohl als lindgrüne Fläche oder als "Hintergrund" nur mit schwarzen/grauen Linien. Transparent auswählen und über ein Orthofoto gelegt ist letzteres sehr praktisch.
  • Man kann auch eine WMS-Abfrage mit mehreren Layern des Dienstes zusammenbauen, z.B. bei ATKIS. Beim Einschalten die LAYER-Ziffern in der generierten URL beobachten, deren Reihenfolge kann man händisch anpassen.

Datenqualität

Generell bitte mit den Daten kritisch umgehen, Fehler gibt es überall, Augen auf geht vor Datenbank.
Die Qualität in OSM kommt aus der Beobachtung vor Ort, nicht dem Abkupfern behördlicher Daten.

Neu gebaute Gebäude sind typischerweise zentimetergenau eingemessen, alte Schuppen im Hinterhof aber auch nur aus Luftbildern behördlich abgemalt und x-mal in verschiedene Koordinaten transformiert.

Hier können gern spezielle Hinweise zu bestimmten Diensten kommentiert werden.

Tipps

  • Der Layer "Hausumringe Hintergrund" enthält neue Grundstücksgrenzen (z.B. Teilungen bei Reihenhäusern), Hausnummern und Planstraßen oft vor dem eigentlichen Bau einer Siedlung, so dass deren Struktur auch in der Bauphase schon gut erkennbar ist.
  • Die Umringe der Häuser im Geoportal zeigen das tatsächlich gemessene aufgehende Mauerwerk, die Orthofotos hingegen den Dachüberstand. Der ist gerade bei Einfamilienhäusern erheblich.
  • Hohe Häuser haben eine Parallaxe von der Schrägansicht des Fotos. Erst den Dachumriss nachzeichnen, dann auf eine sichtbare Mauerkante am Boden verschieben, dann nochmal mit DOPs der anderen Jahre vergleichen.