DE:Editing Why would I want my contributions to be public domain

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Die Lizenz von OpenStreetMap ist eine sogenannte freie Share-Alike-Lizenz (dt. etwa "genauso weitergeben"). Das bedeutet, dass du mit den Daten von OpenStreetMap quasi machen kannst, was immer du willst; die einzige Bedingung ist, dass du zustimmst, alle Änderungen oder Ergänzungen wiederum unter dieselbe freie Lizenz zu stellen.

Obwohl diese Share-Alike-Klausel deine Freiheit in manchen Aspekten einschränkt, halten viele Mitwirkende sie für notwendig, weil sie dazu beiträgt, die Freiheit und Offenheit von Daten zu fördern. Durch diese Maßnahme sollen Nutzer gezwungen (und nicht nur ermutigt) werden, Verbesserungen an das Projekt zurückzugeben, sodass alle davon profitieren. Genauso wie die Nutzer selbst von OpenStreetMap profitiert haben.

Andere Mitwirkende sind der Ansicht, dass diese erzwungene Share-Alike-Klausel die Freiheit zu stark einschränkt. Daher wäre es ihnen lieber, ihre Beiträge unter eine Lizenz zu stellen, die völlige Freiheit für alle gewährleistet, also eine sogenannte Public-Domain-Lizenz, bei der die Daten gemeinfrei sind. Bei der Entscheidung zwischen Share-Alike- und Public-Domain-Lizenz sind persönliche Vorlieben im Spiel, und die Frage wird oft kontrovers diskutiert. Zu jedem "Argument pro Public-Domain-Lizenz", das unten aufgeführt ist, gibt es ein "Argument contra Public-Domain-Lizenz", und es ist unwahrscheinlich, dass sich beide Seiten jemals einigen. Daher gibt OpenStreetMap den Mitwirkenden die Gelegenheit, ihre persönliche Vorliebe zu diesem Thema zu Protokoll zu geben.

Wenn du erklärst, dass du deine Beiträge als gemeinfrei (Public Domain) betrachtest, ist das lediglich eine (für diesen Account unwiderrufliche) Willenserklärung. Du änderst dadurch nicht die Lizenz, und es hat keinen Einfluss darauf, was Nutzer mit deinen Daten anstellen dürfen. Das Datenbankrecht hat Vorrang vor dem Schutz einzelner Datenelemente. Nutzer müssen sich an die ODbL halten, wenn sie OSM verwenden wollen, selbst wenn die meisten Beiträge von Mitwirkenden stammen, die ihre Daten als gemeinfrei betrachten. Dennoch können solche Willenserklärungen erheblichen Einfluss haben. Wie viele Mitwirkende sich für die Option Public Domain entscheiden, wird sich darauf auswirken, wie sich das Meinungsbild zum Thema Lizenz bei OSM künftig entwickelt. Nichts ist absolut, auch die ODbL kann entweder strikt durchgesetzt oder lax gehandhabt werden. Wenn du die Option Public Domain auswählst, gibst du sozusagen bekannt: In Ordnung, Leute, zieht diese ODbL-Sache durch, wenn es sein muss, aber übertreibt es nicht. Ich betrachte meine Beiträge als gemeinfrei und würde mich lieber mit Mappen beschäftigen als damit, was nun erlaubt ist und was nicht.

Hinter der Gemeinfreiheit steht das Konzept, dass es Werke gibt, an denen niemand irgendwelche Rechte beansprucht. In manchen Rechtssystemen kannst du etwas erschaffen und dann explizit als gemeinfrei erklären. In anderen Rechtssystemen ist es nicht möglich, das Urheberrecht wegzugeben, daher drückt eine Public-Domain-Lizenz in solchen Ländern aus: "Ja, ich bin der Urheber, aber ich erlaube jedem, mit meinem Werk zu machen, was immer er will." (Juristisch ausgedrückt klingt das so: "Ich gewähre hiermit jedem dauerhaft und unwiderruflich das Recht, mein Werk für beliebige Zwecke zu nutzen, ohne dass daran irgendwelche Bedingungen geknüpft sind, sofern solche Bedingungen nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.").

Es ist deine freie Entscheidung, ob du deine Beiträge als gemeinfrei erklären willst. Wenn du diese Option nicht auswählst, kannst du trotzdem ein Konto anlegen, und es hat auch keinerlei negative Auswirkungen auf deine Beiträge zu OSM.

Hier einige Gründe, warum etliche Mitwirkende eine Public-Domain-Lizenz für sinnvoller halten als restriktivere Lizenzen:

Argumente pro Public Domain

  • Public Domain ist einfach, sowohl für die Nutzer als auch die Urheber der Daten. Nutzer brauchen sich nicht mit juristischen Details zu beschäftigen, und die Mapper brauchen nicht zeitaufwendig zu recherchieren, ob ein bestimmter Anwendungsfall erlaubt ist. Die ODbL wurde von einer Gruppe sehr kompetenter Fachleute kreiert, aber es ist für Laien wie Fachleute ein hochkomplexes Werk. Bei etlichen Anwendungsfällen lässt sich nur schwer aus der Lizenz allein ableiten, ob sie erlaubt sind oder nicht. Daher wurde bereits ergänzende Dokumentation bereitgestellt, die beispielsweise so spitzfindige Fragen wie "Was ist eine Datenbank" oder "Was ist ein wesentlicher Auszug" klären soll. Diese Ergänzungen müssen künftig gepflegt und verfeinert werden.
  • Public Domain ist gerecht. Daten, die unter einer Public-Domain-Lizenz stehen, können von allen Menschen überall auf der Welt in derselben Weise benutzt werden. Dagegen hängt es bei der ODbL und anderen bekannten Share-Alike-Lizenzen vom jeweiligen Rechtssystem ab, welche Daten in welchem Ausmaß geschützt sind. Wird die ODbL verwendet, sind bestimmte Nutzungsmöglichkeiten unserer Daten in manchen Ländern erlaubt, in anderen dagegen verboten. Die Wahrscheinlichkeit, ob jemand mit einer Verletzung der ODbL "davonkommt", hängt beispielsweise davon ab, ob die Verletzung in den USA oder in der EU geschieht, weil die ODbL in diesen Gebieten auf jeweils anderen juristischen Konzepten aufbaut.
  • Wenn du deine Daten als Public Domain freigibst, machst du deutlich, dass du dich nicht an den Machtspielchen um "geistiges Eigentum" beteiligst. Statt Urheber und Händler geschützter Daten (etwa Lieferanten von Kartendaten, Plattenfirmen oder Filmstudios) mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen und Urheber- oder Datenbankrechte einzusetzen, um Nutzern die eigenen Bedingungen aufzuzwingen, geht jemand, der seine Werke unter einer Public-Domain-Lizenz veröffentlicht, mit gutem Beispiel voran und sorgt dafür, dass Wissen und Daten frei sind und nicht von EULAs und dergleichen eingeschränkt werden (selbst wenn diese Einschränkungen noch so gut gemeint sind).
  • Eine Public-Domain-Lizenz würde eine erhebliche Hürde beseitigen, die eine direkte Beteiligung an OSM durch US-Behörden wie US Geological Survey (Vermessungsamt) und US Census (Statistik) verhindert. Momentan kann OSM Daten, die von diesen Behörden stammen, zwar importieren, gelegentlich bekommen wir dabei auch etwas Unterstützung. Diese Behörden zögern aber, größeren Aufwand in die Weiterentwicklung von OSM zu investieren, weil sie die Daten selbst nicht nutzen können. Aus Sicht der US-Regierung ist OSM eine Grube, in die Daten hineingeschüttet werden und wo sie für immer verloren sind. Eine Public-Domain-Lizenz hebt diese Einschränkung auf, sodass US-Behörden in die Lage versetzt werden, Daten direkt in OSM zu pflegen, statt aufwendig zwei Systeme parallel zu unterhalten.