DE:Recording GPS data

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Track-logging zu Fuß

GPS-Daten sammeln ist einige der wichtigsten Möglichkeiten, geographische Informationen zu erlangen.

Vorgehensweise

(Für die veränderte Vorgehensweise für Blinde und Sehgeschädigte siehe DE:OSM_for_the_blind.)

  1. Mache einen Spaziergang, eine Radtour oder eine Fahrt mit einem anderen Verkehrsmittel.
    1. Nimm den GPS-Empfänger mit!
    2. Schalte Dein GPS-Gerät zu Beginn des Abschnitts Deiner Tour ein, den Du kartieren möchtest.
    3. Versetze den GPS-Receiver in den "Tracking Mode", so dass er Deine Wanderung aufzeichnet. Wichtig! Falls Deine GPS-Hardware eine "snap to road"-Einstellung besitzt, so verwende diese bitte nicht, sondern schalte sie "AUS". Ansonsten wirst Du zum Schluss bloß eine direkte Kopie der direkt in das GPS-Gerät geladenen Karte erhalten. Dies stellt nicht nur eine Urheberrechtsverletzung dar, sondern wird vermutlich noch weniger genau sein als der Weg, den Du anderenfalls hättest aufzeichnen können.
    4. Falls Du vorhast, später die Straßen zu beschreiben, mache ein paar Notizen von den Straßennamen usw. Dies ist natürlich nicht erforderlich, wenn Du sie auswendig kennst. In keinem Fall darfst Du die Straßennamen hinterher aus einer existierenden Karte herauslesen oder anhand dieser überprüfen. Das würde das Urheberrecht der Kartenersteller verletzen.
    5. Zeichne Deinen Weg an der Seite von linear verlaufenden Merkmalen auf, wie etwa Flüssen, Kanälen, Fußwegen, Reitwegen, Bahnstrecken, Straßenbahnen etc., die für OSM von Interesse sind. In Zukunft möchten wir Informationen zu interessanten Wegpunkten haben. Notiere solche Punkte auf Deinen Exkursionen immer, wenn Du dazu kommst, und speichere sie auf dem OSM-Server. Derzeit kann das System leider nur geradlinige Merkmale verwalten.
    6. Es kann hilfreich sein, Wegpunkte aufzuzeichen, wenn andere Orientierungsmerkmale nicht offensichtlich von einem Track-Log darauf schließen lassen (so zum Beispiel ein Mini-Kreisel (in Großbritannien ein Kreisel, der nur von einem weißen Punkt auf einer Kreuzung markiert wird)).
    7. Bei Abzweigungen und Seitenstraßen, die Du nicht ablaufen/abfahren möchtest, setze einen Wegpunkt oder (was meist einfacher ist) gehe ein paar Meter in die Straße hinein und dann weiter auf deinem eigentlichen Weg. So kannst Du diese Wege später in der Karte zumindest andeuten. (Dieses Verfahren ist ganz generell eine gangbare Alternative zu "echten" Wegpunkten).
  2. Wenn Du nach Hause kommst, lade die Tracklogs von Deinem GPS-Gerät auf den OpenStreetMap-Server.
  3. Folge schließlich den Anleitungen, wenn Du vorhast, Deine Tracklogs in Wege und Straßen umzuwandeln.
  4. Wiederhole diese Schritte, sooft Du kannst.

Womit aufzeichnen?

Zum einen gibt es das klassische dedizierte GPS-Gerät, mit dem das Aufzeichnen meist recht einfach ist (dafür ist es ja auch gebaut). Aber auch andere mobile Geräten wie Notebooks, PDAs, Smartphones, Handys oder Auto-Navis können GPS-Tracks aufzeichnen.

Fehlerquellen

Gute Signale bedingen "direkte Sicht" zum Satelliten.

Es macht also Sinn, den Empfänger (die Antenne) möglichst hoch anzubringen (an der Mütze), sich nicht darüberzubeugen (beim Fahrrad), die Antenne lagegerecht anzubringen (je nach Typ waagrecht oder senkrecht).

Dämpfung
Belaubte Bäume dämpfen das Satellitensignal um 6 bis 20 dB.
Abschattung
Hochhäuser, Bergflanken, Mauern, Täler, Strassenschluchten können den Satellitenempfang verhindern. In Tunneln und Betongebäuden ist meist gar kein Empfang möglich.
Reflexion
Hausmauern und Felswände erzeugen durch Reflexion zusätzliche Strahlung, die zeitversetzt eintrifft und Störungen verursacht.
Beugung
Auch kurzwellige GPS-Signale können an Geländeformen gebeugt und in ihrer Richtung verändert werden.
In der Nähe von Hochspannungsmasten sollten Tracks zu verschiedenen Zeiten aufgezeichnet werden. Durch die dann veränderte Satellitenanordnung wirken sich die Störungen anders aus und es gibt einen Kontrolltrack.