WikiProject Germany/Workshops/Linienbündel

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Text von AndreR, erweitert von Mueck

Contents

Problematik

Status quo:

Lösungsansätze:

1. Die Wege einfach (auf bisherige Art) separat erfassen

2. Die Wege auf einfache (bisherige) Art als Attribut an die Straße hängen

3. Vorschläge um Spuren/Wege auf komplexe Art an einem Way zu taggen

highway=primary (Hauptfunktion)
name=Fritz-Müller-Boulevard
way.0:landuse=green (Grünstreifen in der Mitte) oder
way.0:railway=tram (Straßenbahn in der Mitte) oder
way.0=none (nix, nur weiße Linie)
(Gesamtgeometrie des ways beziehe sich im Beispiel sich auf die Mitte, daher 0. 0 könnte auch was anderes sein, wenn Geometrie auf anderem Teilweg abgefahren)
way.1:highway=primary und way.1:lanes=2 "zweispurige Fahrbahn in die eine Richtung" oder
way.1:highway=primary:lane.1
way.2:highway=primary:lane.2
way.1:goods=no (keine Lkws auf linker Autobahnspur)
way.-1:highway=... dasselbe für die Gegenfahrbahn
way.3:amenity=parking für den Parkstreifen
way.4:landuse=green paar Blümelscher daneben
way.5:cycleway=track
way.5: noch was für Freigabe in beide Richtungen
way.6:footway=track
way.-3:highway=lane oder so... ein Seitenstreifen
way.-4:landuse=green auf der anderen Seite kein eigentlicher Radweg, dafür:
way.-5:highway=residential ... eine Anliegerfahrbahn.
way.-6:footway=track
way:-7:waterway=stream für einen ständig wasserführenden Graben oder Bach neben der Straße...
Darstellung Mittelstreifen und Seitenbereiche über right. left. und middle.
highway=primary (für die Renderer; Router sollten die lanes auswerten)
name=Hauptstraße
lane:a = pedestrian
lane:a:surface = gravel
lane:a:crossing = restricted (Straße kann nur an Ampeln überquert werden)
lane:b = bicycle
lane:b:surface = bricks
lane:b:crossing = restricted (Straße kann nur an Ampeln überquert werden)
lane:c = barrier
lane:c:barrier = fence
lane:d = road
lane:d:highway = primary
lane:d:direction = opposite
lane:d:speed_limit = 60 km/h
lane:e = bus
lane:e:direction = forward
lane:e:speed_limit = 60 km/h

Die Spuren in diesem Versuch eines Datenmodells gehen von links nach rechts in Richtung des Wegs. Wenn man die Richtung eines Wegs umdreht, sollte ein Editor nachfragen, ob er die Reihenfolgen und Richtungen der lanes mitdrehen soll oder nicht.

4. Kombinationen aus den Methoden 1-3

way.1:railway=tram
way.1:highway=primary:lane.1
way.2:highway=primary:lane.2
... wäre ein real existierender Fall: Karlstraße in Karlsruhe, in einigen Abschnitten, way.2 tw. legal, tw. illegal beparkt...

5. Die Wege mit einer Relation-Hierarchie an die Straße hängen

Grundgedanken:

Es folgt ein Beispiel zu Tags und Member-Beziehungen – eine simple zweispurige Tempo-30-Straße mit Gehsteig auf beiden Seiten und einem in beide Richtungen befahrbaren Radweg auf der fahrbahnnahen Seite eines der Bürgersteige. Tag-/Membernamen und Details erheben keinen Anspruch auf Ausgearbeitetheit. Es ist außerdem natürlich nicht erforderlich, eine Straße voll auszumappen. Interessieren nur Radwege, lassen sich die Autospuren getrost weglassen.

Grafische Darstellung der verschachtelten Relations
mit normalem Tagging zwecks Kompatibilität versehen, ansonsten keine Attribute
Tags:
  • type = lane
Member:
  • way – W4711
  • -1 – R2
  • 0 – R5
  • 1 – R8
Tags:
  • type = lane
Member:
  • 0 – R3
  • 1 – R4
Tags:
  • type = lane
  • lane = sidewalk //impliziert access=no, foot=yes
Tags:
  • type = lane
  • lane = bicycle_lane //impliziert access=no, bicycle=yes
Tags:
  • type = lane
  • maxspeed = 30 //wird auf R6 und R7 vererbt
Member:
  • -1 – R6 //die member-Rollen geben eine relative Ordnung an, von links nach rechts in Way-Richtung
  • +1 – R7
Tags:
  • type = lane
  • lane = car_lane
  • direction = backward //nur gegen Richtung des Ways befahrbar
Tags:
  • type = lane
  • lane = car_lane
  • direction = forward //nur in Richtung des Ways befahrbar
Tags:
  • type = lane
  • lane = sidewalk

Vorteile:

Nachteile:

Potentielle Erweiterungen:

Weitere Fragen und Anwendungen bzgl. Linienbündel

Bahn

enge Täler

Häuser und Sackgassen nahe der Straße

Rendern

Beschränkungen von SVG, Rendern allgemein

Möglicher Gesamtablauf für Methoden 1 bis 3 und Kombinationen daraus

Routen

Planung

Offene Fragen

siehe auch

Resultat

Es wurden ausführlich Vor- und Nachteile der oben beschriebenen Vorschläge erörtert. Als großes Problem wurde die hohe Komplexität aller Schemata gesehen, die eine gut durchdachte und einfach zu bedienende Tool-Unterstützung durch die gängigen Editoren notwendig macht. Wir kamen insgesamt zu dem Ergebnis, dass beide grundsätzliche Vorgehen (separate Ways vs. erweitertes Tagging) möglich sein sollten, da

Die Methode, im Regelfall nur einen Way zu nehmen und ihn ausführlich mit Tags zu Versehen, wurde von der Mehrheit der Teilnehmer favorisiert (Disclaimer: so jedenfalls mein Eindruck -- DanielM 21:03, 4 December 2008 (UTC)). Gegen die OSM-Philosophie, dass letztlich jeder mappen darf wie er will und sich sinnvolle Schemata (hoffentlich) langfristig durchsetzen, wollte sich aber niemand aussprechen.

Konkret wurden folgende Verfeinerungen der existierenden Vorschläge (siehe oben) erarbeitet:

Wann gehört ein Sonderweg zur Straße?

Die Gruppe ist der Meinung, dass separat eingetragene Ways für Sonderwege ungünstig sind, sofern permanent vom Sonderweg auf die Fahrbahn und umgekehrt gewechselt werden kann, z.B. wenn nur ein Parkstreifen dazwischen liegt (Radfahrstreifen und Schutzstreifen sollten also nie als eigene Ways verzeichnet werden). Dann wäre es nämlich eigentlich notwendig, sehr viele Verbindungswege zwischen Sonderweg und Fahrbahn einzuzeichnen. Daher ist es in einem solchen Fall günstiger, den Sonderweg über Tags an der Fahrbahn abzubilden. Separate Ways sind angebracht, wenn Sonderweg und Straße eindeutig getrennt sind, z.B. durch einen Grünstreifen mit Graben.

Fazit von User:Tordanik

Im Rahmen des Workshops gelang es nicht, eine definitive Empfehlung zum Tagging von Linienbündeln auszuarbeiten. Es bestand am Ende weitgehende Einigkeit unter den Teilnehmern, dass es möglich sein müsse, bei entsprechenden lokalen Gegebenheiten auch nichtparallele Linienverläufe einzuzeichnen.

Den meisten Anklang fand ein Konzept, die Linien als eigene Ways zu taggen und mit einer geeigneten Relation an die eigentliche Straße zu binden. Die Linien würden dabei mit beschreibenden Tags analog zu Straßen versehen (access etc.), als Haupt-Tag für die zusätzlichen Ways würde zur Unterscheidung von Straßen jedoch nicht highway=*, sondern etwa lane=*, mit möglicherweise eigenen Values, zum Einsatz kommen.

Disclaimer: Dies ist kein offizielles Fazit, sondern der Gesamteindruck von User:Tordanik.

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