Die Kameraposition
Welche Höhe?
Eine oft gestellte Frage ist, welches die optimale Höhe der Kamera während des Fotografierens ist.
Die richtige Höhe wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.
Welchen und wie viel Informationsgehalt sollen die Bilder haben? Welche Art der Bewegung findet statt (zu Fuss, Fahrrad, Auto)? Wie und wo ist die Kamera befestigt? usw.
Generell gilt wie immer: Man muss selber zu experimentieren, um für die eigenen Arbeitsweisen die optimalen Ergebnisse zu erzielen.
Als optimale Höhe hat sich bei mir ein Bereich zwischen 2,10m und 2,40m etabliert. Darunter wird u.U. zu viel Bildinformation durch die eigene Silhouette eingenommen, darüber bekommt man schnell Probleme mit der Stabilität von Halterungen, Stativstangen usw.
Die eigene Silhouette im Bild wird mit steigender Höhe zwar kleiner, gleichzeitig lässt sich dieser Effekt aber auch nach. Wirklich sichtbar wird er nur im Bezug auf den Bereich rund um den Nadir.
Auf den Informationsgehalt der Bereiche, die deutlich inhaltsvoller sind als der Weg unter dem Fotografen, z.B. den Horizont, hat eine zunehmende Höhe nach meiner Erfahrung mit der GoPro Max wenig bis gar keinen Einfluss.
In einer Versuchsreihe habe ich an gleicher Position Aufnahmen in verschiedenen Höhen und Stativ-Varianten gemacht.
Während die Veränderungen der Proportionen in Blickrichtung Nadir deutlich sichtbar sind, sind in Blickrichtung Horizont wenig bis keine relevanten Unterschiede auszumachen.
Die Originaldateien der 360°-Aufnahmen können als ZIP-Archiv (jeweils 6 Bilder, ca. 19MB) herunter geladen werden.
Blickrichtung
Bei 360°-Bildern schaut die Kamera in alle Richtungen.
Dennoch kommt es den Sehgewohnheiten der Leute, die sich diese Bilder auf Panoramax anschauen, entgegen, wenn die "Hauptblickrichtung" mit der Bewegungsrichtung der Aufnahmen korreliert.
Man kann eventuell notwendige Anpassungen aller Bilder sehr leicht nach dem Upload zu Panoramax im dortigen Einstellungsbereich für seine Bilderserien selber vornehmen. Deswegen ist die Frage der Blickrichtung bei 360°-Aufnahmesessions eher von untergeordneter Bedeutung.
Gleichwohl ist es natürlich hilfreich, wenn man weiß, welche Optionen die Kamera dazu bietet.
Die GoPro Max hat zwei Objektive, man kann auswählen, welches Objektiv die "Hauptblickrichtung" vorgibt. Dieses Objektiv muss aber aus den oben genannten Gründen nicht zwangsweise in die Bewegungsrichtung zeigen.
Bei der späteren Korrektur auf dem Panoramax-Server muss man dann nur noch die Richtung einstellen, in die dieses Objektiv in Bezug zur Bewegungsrichtung gezeigt hat.
Bei mir ist die Kamera idR so ausgerichtet, dass die Objektive seitwärts zeigen, also 90° zur Bewegungsrichtung.
- Die “Naht”, wo beide Bildhälften zusammengefügt werden, liegt dann größtenteils parallel zum Weg. So treten etwaige Belichtungsunterschiede der beiden Bildhälften nicht so sehr in Erscheinung.
- In dieser Position kann ich die Kamera z.B. am Fahrrad besser ausrichten und so meine eigene Silhouette möglichst schmal halten.
- Es bleibt nicht aus, dass es mal eng wird und der eine oder andere Zweig gegen die Kamera schlägt. Zwar sind die Objektive durch Abdeckungen geschützt, aber deren Ersatz bei Beschädigung oder Verlust geht ins Geld.



