User:De:Tordanik/2018 OSMF board elections manifesto

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Dieser Text ist eine Übersetzung und hält sich recht eng an mein englisches Original. Entschuldigt daher bitte die etwas seltsamen Formulierungen. :)

Seit ich 2008 angefangen habe, meine Gegend mit einem GPS-Logger zu mappen, spielt OpenStreetMap in meinem Leben eine große Rolle. Damals waren noch praktisch keine Luftbilder verfügbar, und der Großteil der Karte war noch leer.

Im Laufe der Jahre hat OSM gewaltige Fortschritte gemacht: Unsere Werkzeuge sind mächtiger geworden und einfacher zu bedienen, so dass mehr Leute als je zuvor beitragen können. Unsere Community ist größer und vielfältiger geworden und verteilt sich über den gesamten Erdball. Wir etablieren uns zunehmend auch bei profesionellen Nutzern als eine hervorragende Datenquelle, und oft geben diese Nutzer auch etwas ans Projekt zurück. Zwar haben wir noch viele Herausforderungen vor uns – seien es Meinungsverschiedenheiten überTaggingfragen, lange erwartete Updates für unser Datenmodell, oder der schwierige Übergang von der Ersterfassung zur langfristigen Datenpflege –, aber ich bin zuversichtlich, dass unsere Community stark genug ist, um sie zu bewältigen.

Was mir aber etwas Sorgen macht ist die zukünftige Rolle der OSMF. Mitglied in der Foundation bin ich schon fast so lange wie ich Mapper bin, und es gab gefühlt schon immer ein bisschen eine Trennung zwischen der Foundation und der Community. In letzter Zeit hat sich die OSMF aber schwer damit getan, selbst solche Vorschläge umzusetzen, die einen breiten Rückhalt in der Community hatten, und ich befürchte, dass die Kluft zwischen Community und Foundation mit der zunehmenden Bedeutung kommerzieller Datennutzer weiter werden könnte. Mein vorrangiges Ziel als Vorstandsmitglied wäre es daher, den Einfluss der Freiwilligen in der OSMF zu stärken.

Aufgabe der OSMF ist es, dem gesamten Projekt OSM zu dienen. Das schließt sowohl Freiwillige als auch kommerzielle Nutzer ein, und umfasst neben Mappern auch Entwickler, Kreative und viele andere Beitragende, die ihre einzigartigen Fähigkeiten beisteuern. Im Großen und Ganzen gelingt es der Foundation, einen Ausgleich zwischen diesen Akteuren zu finden.

Gerade organisierte Gruppen haben allerdings im Moment einen überproportionalen Einfluss auf den Vorstand und das Projekt als Ganzes im Vergleich zu Einzelpersonen, die ehrenamtlich bei OSM dabei sind: Die meisten Mitglieder des aktuellen Vorstands gehören Firmen oder humanitären Organisationen an, die ein geschäftliches Interesse an OSM haben. Es ist eine gute Sache, wenn solche Organisationen zu OSM beitragen, und diese spezielle Perspektive kann auch im Vorstand eine Bereicherung sein. Ich möchte aber sicherstellen, dass dabei die Interessen der Freiwilligen nicht außen vor bleiben.

Ich glaube wohlgemerkt nicht, dass dieses Ungleichgewicht die Schuld böswilliger Akteure ist. Vielmehr ist es einfach eine vorhersehbare Entwicklung, dass eine organisierte Gruppe von Menschen mehr politischen Einfluss ausüben kann, als es eine lose Ansammlung von Einzelpersonen könnte. Um diese natürlichen Tendenzen auszugleichen, muss die OSMF meiner Meinung nach einige Änderungen vornehmen:

  • OSMF-Mitgliedschaft für alle aktiven Mapper. Der Community eine Stimme zu geben, ist die beste Art, um sicherzustellen, dass die OSMF im Sinne der Community handelt. Mein Ziel ist daher der Abbau der finanziellen und organisatorischen Hürden, die derzeit viele Mapper davon abhalten, OSMF-Mitglieder zu werden. Die Angabe des OSM-Accounts sollte fester Teil der Anmeldung zur OSMF sein, und die Accountnamen aller OSMF-Mitglieder sollten aus Transparenzgründen veröffentlicht werden.
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Interessenkonflikten. In den Regeln des Vorstands ist schon heute festgelegt, dass sich Vorstandsmitglieder mit Interessenkonflikten nicht an den betroffenen Abstimmungen beteiligen sollen. Hier besteht aber noch großer Interpretationsspielraum, und das Board hat sich in der Vergangenheit mit der Umsetzung dieser Regel schwer getan. Ich möchte daher mit der Community und den anderen Vorstandsmitgliedern an einer klareren Regelung für den Umgang mit Interessenkonflikten arbeiten.
  • Nur ein Vorstandssitz pro Organisation. Millionen Menschen und tausende Organisationen nutzen und verbessern OSM. Keine einzelne Organisation ist für OSM so wichtig, dass dies 30% oder mehr der Sitze im Vorstand rechtfertigen würde. Eine Beschränkung würde dafür sorgen, dass mehr unterschiedliche Perspektiven im Vorstand vertreten sind.
  • Einflussnahme von Firmen über OSMF-Mitgliedschaften ihrer Mitarbeiter begrenzen. Menschen sollten der OSMF aus eigenem Antrieb beitreten, nicht als Teil einer koordinierten Gruppe. Firmen sollten daher darauf verzichten, ihren Mitarbeitern die Mitgliedschaft zu bezahlen oder Wahlvorschläge zu schicken. Es ist wichtig, dass wir unsere diesbezüglichen Erwartungen deutlich machen und Firmen aus dem OSM-Ökosystem an diesem Ethikmaßstab messen. Wenn es zu koordinierten Beitritten kommt, müssen diese Vorfälle untersucht werden.
  • Transparenz und Mitsprache der Community verbessern. Der Vorstand und die Arbeitsgruppen sollten sich aktiv und frühzeitig bei der Community um Input bemühen, statt hinter verschlossenen Türen zu arbeiten.

Die Rolle von Freiwilligen in der Foundation ist das Thema, auf das ich mich in meinem Programm konzentriert habe, aber bei Weitem nicht das einzige wichtige Thema in der OSMF. Lest dazu meine Antworten auf den offiziellen Fragenkatalog durch, und/oder kommt mit weiteren Fragen, Wünschen, Anregungen oder Bedenken direkt auf mich zu!