Geoportal Berlin

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Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) stellt seit 2013 Geodaten unter OSM-kompatiblen Nutzungsbedingungen bereit, die für unsere Zwecke sehr genau sind und regelmässig aktualisiert werden, aber auch historische Daten zum Vergleich aufzeigen.

Diese Seite soll beschreiben, wie diese Daten nutzbar sind, und mit welchen Fehlerquellen und Aktualitäten wir rechnen können.

Neueste Daten

Verfügbare Dienste

Nutzung und Quellenangabe

Der Eintrag zu Berlin auf der Contributors-Seite erläutert die Nutzungsfreigabe und den Quellenvermerk. Dieser lautet: "Geoportal Berlin / [Titel des Datensatzes]" und sollte in das source-Tag der Changesets aufgenommen werden. Beispiel, wenn man mehrere Datensätze miteinander vergleicht:

source = Geoportal Berlin / DOP20RGB (2018,2017,2016,...); Hausumringe

Liste

Der Senat listet alle Dienste hier alphabetisch. Diese können sowohl über ein Browserinterface betrachtet, als auch als WMS-Layer in unsere Editoren eingebunden werden.

Besonders nützlich für OSM

Interessant sind insbesondere die Digitalen farbige Orthophotos (DOP) und die Hausumringe.
Die verschiedenen Jahrgänge der DOP haben unterschiedliche Parallaxen, und sind zu verschiedenen Jahreszeiten aufgenommen.
Ein Umschalten lohnt daher für die Detailfindung und zur Feststellung von Gebäudegrundrissen; oder ob ein Haus neu gebaut der abgerissen wurde.

  • ALKIS Berlin (ehemals Automatisierte Liegenschaftskarte Berlin) mit verschiedenen Layern, die sich einzeln auswählen oder in einer Abfrage zusammenkonfigurieren lassen.
    • Flurstücke (ggf. + Flurstücksnummer zum Abgleich mit Bekanntmachungen im Amtsblatt) für die Grundstücksgrenzen bei Landuse, Schulen, Kindergärten etc.
    • Lagebezeichnung + Gebäude (erstere: Hausnummern, Straßennamen, letztere deckende Hausumringe) zum Zeichnen von Gebäuden und Adressen
    • Erläuterungen zu Gebäuden für Geschoßhöhen (römische Ziffern) und Namen ausgewählter Häuser
    • Bauwerke für Konstruktionen, die nicht zu normalen Gebäuden zählen, u.a. Tunnel als Punktlinie, S-Bahn-Viadukt
    • Erläuterungen zu Bauwerken, u.a. die Nummern das Bögen im S-Bahn-Viadukt.
  • WebAtlas Berlin ; bundesweit einheitliche Präsentation von Daten des Digitalen Landschaftsmodell (ATKIS-DLM-Daten) sowie Gebäudeumringen aus dem Liegenschaftskataster (ALKIS)

Bedingt nützlich für OSM

Den folgenden Diensten mangelt es oft an Aktualität.
Bitte insbesondere Einrichtungen (z.B. Schulen) und deren Namen nicht einfach übernehmen, sondern als Start für eigene Recherche nutzen, hier wird in der realen Welt viel schneller umgezogen, umbenannt und umgebaut, als das Geoportal hinterherkommt. Bei OSM sind wir fixer.

Für die Mapper der Berliner Mauer (1961-1989):

Gebäudehöhen und Geschosszahlen

  • Gebäude- und Vegetationshöhen 2009/2010 enthält mehrere Layer, inbesondere farbcodierte Geschosszahlbereiche und "Hintergrund 1:5000 - 1:1000 (ISU5, K5, ALK)" mit den Geschosszahlen als römische Ziffer.
  • Gebäudegeschosse enthält farbcodierte Geschosszahlbereiche (farblich in fünf Klassen) und Tiefgaragen.

Es gibt möglicherweise offene Datenbanken zu Geschosszahlen, Hinweise zum Einbetten als WMS-Layer wären willkommen.

Abgeschaltete Dienste

Einige Dienste sind bereits abgeschaltet oder durch andere Layer ersetzt. Sie sollten hier dokumentiert bleiben, um ältere Quellenangaben zu verstehen.

  • Hausumringe Berlin einschliesslich Grundstücksgrenzen, Straßenlayout und Hausnummern
    • Layer 1 Hausumringe Berlin, grüne Flächen - nur Häuser
    • Layer 0 Hausumringe Hintergrund 1:5000 - 1:1000 (ALK) - Hausumringe, Grundstücksgrenzen, Straßenlayout, Hausnummern, Geschosszahlen (weiß oder transparent möglich, ideal um es über das DOP zu legen) (seit etwa Dez 2016 nicht erreichbar / aus dem Inhaltsverzeichnis verschwunden)
    • Der Hintergrundlayer ist noch in anderen Diensten erreichbar, z.B. bei Schulen.

Einbinden der WMS-Dienste

Allgemeine Schritte

  • Nutzungsbedingungen prüfen, bei Verweis auf "nutzIII.pdf" sind diese OSM-kompatibel, manche historischen Daten haben aber abweichende Bedingungen.
  • Koordinatensysteme prüfen, alle neueren Dienste bieten EPSG:25833, manche historischen aber nur die alten Berliner Soldner-Koordinaten (EPSG:3068)

iD Editor

Der iD Editor hat die "Digitale farbige Orthophotos" bereits als Layer eingebunden. Die Layer stammen aus dem gemeinsamen "Editor Layer Index" (Github).

Statt die Daten direkt von den Servern der Stadt Berlin zu laden, solltet ihr die schnelleren Server der OKFN verwenden. Übersicht: https://tiles.codefor.de/.

Beispiel:

source=Geoportal Berlin / Digitale farbige Orthophotos 2017 (DOP20RGB)

https://tiles.codefor.de/berlin-2017/{z}/{x}/{y}.png

JOSM

Die Orthofotos der letzten Jahre sind in JOSM bereits voreingestellt. Einfach die Kartenansicht nach Berlin bewegen und im Menü Hintergrundbild die entsprechende Ebene aktivieren. Für alle weiteren Sonderfälle siehe folgende Anmerkungen.

Dienst manuell hinzufügen

  • in JOSM Hintergrundbild -> Hintergrundbild-Einstellungen öffnen
  • im unteren Block rechts aussen +WMS anklicken
  • bei Enter service URL die kopierte Adresse einfügen, Get Layers klicken.
  • Das DOP-Beispiel hat nur einen Layer, diesen anklicken.
  • Image format auswählen, bei Fotos ist JPEG und bei Grafiken PNG zweckmäßig.
    Bei manchen Grafiken ist Transparenz sinnvoll, wenn sie über ein Foto gelegt werden.
    Achtung, machmal sind schwarze Linien ohne Hintergrundbild nicht sichtbar.
  • Bei Bedarf unten den Namen des Layers anpassen. (Unter diesem Namen speichert JOSM auch die Kacheln im Cache.)
  • OK klicken, JOSM hängt den neuen Eintrag zunächst unten an die Liste an, sortiert ihn dann aber später alphabetisch ein.
  • Unter Hintergrundbild ist jetzt der neue Layer verfügbar.
  • JOSM warnt davor, dass Luftbilder einen Versatz haben könnten. Kann man in diesem Fall wegklicken, die aktuellen Berliner Geoportal-Dienste sind für unsere Zwecke sehr genau.

Dienste mit mehreren Layeren

  • Bei Diensten mit mehreren Layern kann man beim Einrichten entscheiden, ob man einen einzelnen Layer oder den ganzen Dienst verlinkt (WMS Endpoint), z.B. bei Hausumringen, und erst bei Aufruf entscheiden welchen man sehen will.
    So gibt es die Hausumringe sowohl als lindgrüne Fläche oder als "Hintergrund" nur mit schwarzen/grauen Linien. Transparent auswählen und über ein Orthofoto gelegt ist letzteres sehr praktisch.
  • Man kann auch eine WMS-Abfrage mit mehreren Layern des Dienstes zusammenbauen, z.B. bei ATKIS. Beim Einschalten die LAYER-Ziffern in der generierten URL beobachten, deren Reihenfolge kann man händisch anpassen.

Transparenz

Josm-opacity.png

Wenn der Layer des Geoportals nicht selbst Transparenz mitbringt, kann man diese auch im JOSM einstellen, z.B. für einen Layer mit Katastergrenzen und/oder Hausumringen, die man über das Orthofoto legt. Dazu im "Layer"-Fenster von JOSM den passenden Layer auswählen, und mit dem Sichtbarkeits-Button die Transparenz und weitere Bildbearbeitungen einstellen.

Kartenprojektion

Die Layer des Geoportals werden in verschiedenen Projektionen angeboten, primär in EPSG:25833 (das ist UTM Zone 33N) sowie bei historischen Karten ggf. EPSG:3068 (Soldner).

Eine gesonderte Einstellung ist nicht notwendig, da JOSM automatisch in die gewählten Koordinaten re-projiziert.

Wer in den nativen Berliner Projektionen arbeiten möchte, findet dies hier: Preferences -> Map setting -> Map projections --> Projection Method: By Code (EPSG).

Datenqualität

Generell bitte mit den Daten kritisch umgehen, Fehler gibt es überall, Augen auf geht vor Datenbank.
Die Qualität in OSM kommt aus der Beobachtung vor Ort, nicht dem Abkupfern behördlicher Daten.

Neu gebaute Gebäude sind typischerweise zentimetergenau eingemessen, alte Schuppen im Hinterhof aber auch nur aus Luftbildern behördlich abgemalt und x-mal in verschiedene Koordinaten transformiert.

Hier können gern spezielle Hinweise zu bestimmten Diensten kommentiert werden.

Tipps

  • Der Layer "Hausumringe Hintergrund" enthält neue Grundstücksgrenzen (z.B. Teilungen bei Reihenhäusern), Hausnummern und Planstraßen oft vor dem eigentlichen Bau einer Siedlung, so dass deren Struktur auch in der Bauphase schon gut erkennbar ist.
  • Die Umringe der Häuser im Geoportal zeigen das tatsächlich gemessene aufgehende Mauerwerk, die Orthofotos hingegen den Dachüberstand. Der ist gerade bei Einfamilienhäusern erheblich.
  • Hohe Häuser haben eine Parallaxe von der Schrägansicht des Fotos. Erst den Dachumriss nachzeichnen, dann auf eine sichtbare Mauerkante am Boden verschieben, dann nochmal mit DOPs der anderen Jahre vergleichen.


Referenz