Berlin/Stadtbahnbögen

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Hansaviertel, Stadtbahnbogen Nummer 482
Stadtbahnbogen Nummer 343 als Unterführung
Zugemauerte Stadtbahnbögen

Wie schon die Wikipedia schreibt, sind die Stadtbahnbögen in Berlin (kurz: Stbbg.) historische, gemauerte Viaduktbögen im Verlauf der Berliner Stadtbahn, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Sie sind fortlaufend durchnummeriert und dienen teilweise als Nutzfläche für Gewerbetreibende, wobei diese oft gleich zwei oder mehrere nebeneinanderliegende Gewölbe beziehungsweise Arkaden bewirtschaften. Die Kombination „Stadtbahnbogen (Stbbg.) + Nummer + Postleitzahl + Ort“ ersetzt dabei teilweise die reguläre Postanschrift respektive Gebäudeadresse, das heißt, Straße und Hausnummer entfallen. Allerdings wird zur besseren Orientierung meist noch die jeweils benachbarte Straße zusätzlich angegeben. Ihre fortlaufende Nummerierung begann am Schlesischen Bahnhof und endete am Bahnhof Savignyplatz unmittelbar vor der Bleibtreustraße.

Da es sich nicht um eine normale Straße handelt, verwenden wir addr:place=* und nicht addr:street=*.

Nummerierung

Die Nummerierung findet sich im Geoportal_Berlin im ALKIS-Layer Erläuterungen zu Bauwerken sowie noch schöner im Layer "RBS-Adressen" als WMS und WFS (dieser wird lt. Senatsverwaltung mittelfristig abgeschaltet und vollständig durch den Datensatz Adressen Berlin ersetzt, wobei letzterer um "Plätze, Gewässer, Verkehrsobjekte" ergänzt werden soll).

Die Koordinaten der existierenden Bögen sind im Geoportal Berlin (RBS - Adressen) als WMS und WFS abrufbar. Dort sind 456 Koordinaten gelistet, der Nummernbereich reicht von 041 bis 591. Dabei sind einige Nummern durch Buchstabenzusatz mehrfach vergeben (z.B. 401, 410A, 410B, 410C), und es gibt Lücken.

Ungenauigkeiten

Es gibt Abweichungen zwischen den RBS-Koordinaten, den ALKIS-Beschriftungen und den bisherigen manuellen Erfassungen. Die Unterschiede sind oft eine Bogenbreite, manchmal sogar "diesseits und jenseits" einer dazwischenliegenden Brücke.

Am Savigny-Platz weichen in OSM schon erfasste Nummern von den RBS-Adressen ab, sind aber plausibler. Insbesondere gibt es die Nummern 592-602, während RBS bei 591 endet. Hier ist eine Ortsbesichtigung notwendig, die OSM-Nummern wurden durch FIXME markiert.

Parallele Fußwege

An mehreren Stellen sind parallel zur Stadtbahn verlaufende Fußwege amtlich mit "*-Bogen" benannt, wobei zur Erfüllung der Frauenquote laut Berliner Straßengesetz nur weibliche Namen vorkommen. An diesen Stellen steigt die Verwirrung, ob nun nun die Adresse "Stadtbahnbogen" oder "*-Bogen" lautet.

  • Else-Ury-Bogen
  • Lotte-Lenya-Bogen
  • Jeanne-Mammen-Bogen
  • Yva-Bogen

Adressimport

Vorschau

Der Import der Adressen wurde hier und auf der Berliner Liste angekündigt. In CS57601784 wurden 456 Adress-Nodes wie folgt aus dem WFS importiert:

Quelle: http://daten.berlin.de/datensaetze/rbs-adressen-0
Kurzbeschreibung Quelle: Geometrien der RBS-Adresspunkte mit Informationen (Straßenname, Hausnummer, Bezirksname, Postleitzahl) zu den RBS-Adresspunkten der amtlichen Berliner Adressen.
Koordinatensysteme: EPSG:25833, EPSG:4258
Aktualisiert: 31.12.2016
Lizenz: GeoNutzV-Berlin mit dem bekannten Zusatz, dass für OSM die Quellangabe am Changeset ausreichend ist

Abfrage: wget 'http://fbinter.stadt-berlin.de/fb/wfs/geometry/senstadt/re_rbsadressen?request=GetFeature&service=WFS&version=2.0.0&count=500&typenames=fis:re_rbsadressen&outputFormat=application/json&Filter=<Filter><PropertyIsEqualTo><PropertyName>STRNR</PropertyName><Literal>09138</Literal></PropertyIsEqualTo></Filter>' -O ergebnisse_EPSG.25833.json
(Versuche, gleich EPSG:4258 per srsName zu ziehen, die laut Capabilities verfügbar sein sollten, schlagen fehl).
Reprojektion nach WGS 84:
ogr2ogr -f "JSON" -s_srs EPSG:25833 -t_srs EPSG:4326 reprojected_EPSG.4326.json ergebnisse_EPSG.25833.json

Zu den Koordinaten gibt es folgende Attribute, mit folgenden OSM-Entsprechungen:
"STRNR": "09138", ==> ref:street
"STRNAME": "Stadtbahnbogen", ==> addr:place (Da es sich nicht um eine normale Straße handelt, besser als addr:street)
"HSNR": "448", ==> addr:housenumber
"BEZ": "01",
"ORTST": "0103", ==> addr:suburb (entsprechend https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bezirke_und_Ortsteile_Berlins, 0101, 0102, 0103, 0104, 0201, 0401)
"BLK": "003908",
"PLZ": "10557", ==> addr:postcode
"LOR": "01022207",
"RBS_ID": "09138448", (STRNR+HSNR)

  • Einlesen des JSON-Files in JOSM (geojson Plugin)
  • Vergleich der reprojizierten WFS-Koordinaten mit dem WMS-Layer (Ergebnis: stimmen überein)
  • Umwandlungen der Attribute in OSM-Tags, Hinzufügen von addr:country=DE und addr:city=Berlin
  • Übernahme der Straßennummer 09138 als ref:street, diese Nummern werden z.B. auch im Amtsblatt von Berlin verwendet und sind daher in Berlin nützlich
  • source-Tag an jedem Adressknoten: "Geoportal Berlin: RBS-Adressen"
  • Eine associated-Street-Relation wurde nicht angelegt.
  • Bereits als reine Adress-Node erfasste Nummern, die teilweise irrtümlich die angrenzende Straße verwendeten, wurden manuell auf die importierte Position gemerged.
  • POIs mit Bogennummern wurden nicht verändert, hier müssen Lage- und Adressprüfung im Einzelfall erfolgen.
  • Fixme-Markierung von 11 Nodes Nr. 592-602 nahe dem Savignyplatz
  • Die führende Null vor zweistelligen Nummern wurde belassen, da sie der amtlichen Erfassung entspricht.

Upload als User Polarbear. Anhand "ref:street"=09138 sind die neuen Nodes derzeit leicht zu filtern.

Nachbereitung (separate Changesets):

  • Änderung von 20 alten POI-Objekten mit addr:street=Stadtbahnbogen in addr:place
  • Überarbeitung der als Stadtbahnbogen in der Relation 3563707 erfassten Gebäude. Entfernung der Stahlbrücken (man_made=bridge), die kein Teil des Viadukts sind, aus der Relation. Einfügen von Stadtbahnbögen, die als Durchgang/Durchfahrt dienen. Abspalten noch nicht als man_made=bridge erfasster Brücken. Reparatur falscher Tunnel- und Layer-Tags.
  • Einfügen der importierten Adreßnodes in die o.g. Relation

Künftige Arbeit:

Die bisher in den Stadtbahnbögen erfassten POIs (Restaurants, Partyschuppen etc) haben eine inkonsistente Adress-Struktur, siehe Diskussion in der Mailingliste. Einige Nutzungen scheinen recht kurzlebig zu sein und bedürfen ohnehin einer Überprüfung. Diese sollen in den kommenden Wochen gezielt vor Ort überprüft werden; ebenso die inkonsistenten Nummern, siehe oben (Ungenauigkeiten).

Siehe auch

Diskussion in der Berliner Mailingliste