OpenHistoricalMap/Projects/Upper Lusatia/Highways

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This project describes the evolution of highway network in Upper Lusatia according to Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. He got his Ph.D. from Leipzig University in 1931.

Political Impact

According to the Final Act of the 1815 Congress of Vienna, the northeastern part of Upper Lusatia passed from the Kingdom of Saxony to the Kingdom of Prussia. The new demarcation line ran from Ruhland in the northwest to the Bohemian border at Seidenberg in the southeast. The Upper Lusatian territory north of it, i.e. the districts of Hoyerswerda, Rothenburg, Görlitz and Lauban, was attached to the Prussian Province of Silesia.
https://en.wikipedia.org/wiki/Upper_Lusatia

Wie für ganz Sachsen, so hatte auch für die Oberlausitz die 1815 erfolgte Landesteilung wirtschaftliche Nachteile zur Folge. Abgesehen von den Schädigungen, die eine Verkleinerung des einheimischen Absatzgebietes für Handel und Industrie des ganzen Landes mit sich bringen mußte, war es besonders verderblich, daß die neuen Landes- und Wirtschaftsgrenzen gänzlich ohne Rücksicht auf zusammenhängende Wirtschaftsgebiete gezogen worden waren.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.4

Roads in Upper Lusatia

Via Regia Lusatiae Superioris

Schon bei der 1803 begonnenen Ausbesserung der Straßen hatte man die als wichtig erkannte von Leipzig über Wurzen und Oschatz in die Lausitz führende Straße berücksichtigt. Die fortgesetzten Kriegstransporte, die in den folgenden Jahre die Straße benutzten, verdarben aber immer wieder die begonnennen Arbeiten, und so mußte man nach dem Krieg mit dem Straßenbau von vorn anfangen. Die erste Straße, an deren Chaussierung man 1815 heranging, war die von Bautzen über Dresden und Oschatz nach Leipzig führende. Da man, wie sich später herausstellte, nicht die Ansicht hatte, auch den von Bautzen direkt nach Leipzig führenden Weg chausseemäßig herzustellen, bedeutete diese Maßnahme eine Verlegung der alten hohen Straße über Dresden.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.27

Der Grund für die Verödung der hohen Straße ist, wie schon gesagt, vielmehr in der von 1816 bis 1822 erfolgten chausseemäßigen Herstellung der Straße Leipzig – Dresden – Bautzen zu suchen.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.28

Erst 1834–1839 wurde die in sehr schlechtem Zustande befindliche Straße von Kamenz nach Pulsnitz (zur Verbindung mit Dresden) halbchausseemäßig hergestellt, und der 1840 begonnene Bau der Straße Bautzen – Kamenz war 1841 noch nicht ganz vollendet.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.33-34

Noch an einer anderen Stelle wurde der Verkehr der hohen Straße auf eine veränderte Bahn gelenkt. Es wurde nämlich bei dem 1822 erfolgten Bau die Straße von Bautzen nach Reichenbach über Löbau statt über Weißenberg geführt.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.34

Mit Rücksicht darauf wurde 1844/45 die Straße zwischen Weißenberg und Bautzen halbchausseemäßig hergestellt. Die Strecke zwischen Weißenberg und Reichenbach blieb jedoch Kommunikationsweg und konnte von Frachtwagen nicht befahren werden.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.35

Other roads

Wie hoch man die Bedeutung der böhmischen Glasstraße noch am Anfang des 19. Jahrhunderts einschätzte, zeigt die Tatsache, daß sie zu den ersten Straßen gehörte, die nach 1815 auf sächsischem Gebiete in chausseemäßigen Zustand versetzt wurden. Schon 1825 war der Bau der Straße von ihrer Abzweigung von der Dresden–Bautzner Chaussee an bis zur böhmischen Grenze vollendet.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.36

1829 wurde der Bau der Hohwaldstraße begonnen und von der schon bis zur Grenze chaussierten böhmischen Glasstraße in Langburkersdorf abgezweigt. [...] 1835 war die Straße bis zur Einmündung in die Löbau – Rumburger Landstraße chausseemäßig hergestellt. Das übrige, zwischen Ebersbach und Zittau gelegene Straßenstück sollte nur halbchausseemäßig gebaut werden. Aber eher dieser geplante Bau 1839 endlich zu Ende geführt werden konnte, bedurfte es zur Beschleunigung der Arbeiten noch verschiedener Gesuche, die von der Amtshauptmannschaft, dem Stadtrat, der Kaufmannssocietät und dem Handelsstand von Zittau ausgingen.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.41

Deshalb wurde die Straßenverbindung zwischen Löbau und Zittau gleich im Anschluss an den Bau der Dresden – Bautzen – Görlitzer Hauptstraße chausseemäßig hergestellt: 1824 war der Bau bis Herrnhut gediehen, und 1827 war er bis Zittau vollendet.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.48

Bald nach Herstellung der Bautzen-Zittauer Chaussee wurde der Bau der von Löbau über Neugersdorf nach Rumburg führenden Straße in Angriff genommen. [...] Nach einigem Schwanken, ob man die Straße über Nieder-Ebersbach und Haine nach Georgswalde oder über Ober-Ebersbach und Neugersdorf nach der Georgswalde-Rumburger Chaussee führen sollte, entschloß man sich zum Bau in der zuletzt erwähnten Richtung und stellte 1828-1830 die Straße chausseemäßig her.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.51-52

[...] wohingegen sich Königsbrück für den Bau der alten Poststraße über Königsbrück, Schmorkau und Bernsdorf einsetzte, auf der sich schon früher der Verkehr von Dresden nach der Niederlausitz und nach Polen bewegt hatte. Die Entscheidung fiel, trotz wiederholter Vorstellungen aus Kamenz, zugunsten des Straßenstücks über Königsbrück, das 1835 gebaut wurde.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.55

1833 wurde der 1830 begonnene Bau der Reichenberg – Friedland – Seidenberger Straße vollendet, und 1835 war die gesamte Strecke Görlitz – Reichenberg fertiggestellt.
Werner Beyer: Das Verkehrswesen der sächsischen Oberlausitz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dissertation Leipzig 1931, p.61

Railroads in Upper Lusatia

  1. Die sächsisch-schlesische Eisenbahn
  2. Die sächsisch-böhmische Bahn
  3. Die Eisenbahn Löbau – Zittau – Reichenberg