DE:Key:sac_scale

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Mountain hiking.jpg
Beschreibung
Klassifikation von Wanderwegen nach Schwierigkeit gemäß der Wanderskala des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Beschreibung auf dieser Wikiseite bearbeiten Beschreibung in der Datenbank bearbeiten
Gruppe: Properties
Für diese Elemente
sollte nicht über Punkten verwendet werdenkann Linien zugeordnet werdensollte nicht über Flächen verwendet werdensollte nicht über Relationen verwendet werden
Impliziert
Sinnvolle Kombinationen
Wikidata
Status: akzeptiertPage for proposal

Dieses Schema dient der Bewertung und Einteilung von Wanderwegen, Bergwegen und alpinen Routen nach den zu erwartenden Schwierigkeiten. Die Skala ist in sechs Grade untergliedert: T1 (geringste) bis T6 (höchste Schwierigkeit).

Die Einteilung wurde weitgehend von der Berg- und Alpinwanderskala des Schweizer Alpen-Club (SAC) [1] übernommen. Unabhängig davon können die Sichtbarkeit des Wegverlaufs im Gelände separat mit trail_visibility=* und dessen Steilheit bzw. die Richtung bergauf/bergab mit dem Tag Key:incline erfasst werden.

Verwendung bei

Weitere Anwendungshinweise

  • Das Attribut soll nicht auf Wegen gesetzt werden, die nicht zum Wandern bestimmt sind. Insbesondere meint das auch Abschneider auf Wanderwegen oder nicht ausgewiesene unmarkierte Trampelpfade im Nirgendwo um die sich niemand kümmert.
  • Das Attribut können auch für Fahrzeuge geeignete Wege tragen, solange durch Beschilderung, Markierungen usw. kenntlich ist, dass sie zum Wandern vorgesehen sind. Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass es sich dann um leichte Wege handelt.
  • Gefahren, die Wege im Dschungel oder in der Wüste aufweisen, lassen sich mit der SAC-Skala gar nicht abbilden — hier muss eine anderes Attribut verwendet werden.

Anmerkungen zum besseren Verständnis

Die Wanderskala des SAC basiert auf den Verhältnissen und Gefahren, die in den Alpen und im Hochgebirge vorzufinden sind. Im Flachland oder im Mittelgebirge sind die Schwierigkeiten, die ein Weg aufweist, anderer Natur. Daher eignet sich die SAC-Skala dort nur begrenzt. Aber auch im „Gebirge“ fallen die meisten als solche zu erkennenden Wege in die Kategorien T1 und T2, seltener T3 oder T4. Wege der Kategorien T4 oder höher sind in vielen Wanderkarten erst gar nicht eingezeichnet.

Nachfolgend zwei Begriffserklärungen, die für das Verständnis der SAC-Skala wichtig sind:

Unter alpinem Gelände versteht man Verhältnisse, die erhöhte Anforderungen daran stellen, was die Bereitschaft sich gewissen Risiken auszusetzen angeht, entsprechende Vorbereitungen zu treffen und letztendlich die Gewandtheit im Umgang damit bei deren Eintreten. Hangschutt, Schrofen, brüchiger Fels, unklarer Wegverlauf, schlechte oder beschädigte Sicherungen, Orientierungsverlust bei Wetterstürzen u.s.w. Dazu kommen je nach Jahreszeit Gefahren wie Spalten, Moränen, Felsschlag oder Lawinen. Aber: Nur weil ein Weg in großer Höhe verläuft, ist er nicht zwangsläufig ein T4-Weg, den man alpinem Gelände zuordnet (wenn der Weg z.B. breit ausgetreten und gesichert ist).

Bergschuhe unterscheiden sich von den leichteren Trekking- oder Wanderschuhen durch ihre Steifigkeit (in der Sohle wie auch im Schaft) und das höhere Gewicht. Sie sind für alpine Bedingungen ausgelegt, an ihnen können z.B. Kipphebel-Steigeisen befestigt (bei Trekkingschuhen sind Riemensteigeisen nötig) und über mehrere Stunden hinweg komfortabel getragen werden. Aber: Nur weil man einen Weg im hochalpinen Gelände auch mit Bergschuhen begehen kann, ist der Weg nicht zwangsläufig ein T5-Weg!

Da die Klassifikation der Wegbeschaffenheit im alpinen Gelände von elementarer und teilweise lebenswichtiger Bedeutung ist, muss bei der Erfassung und Klassifizierung von solchen Wegen besondere Sorgfalt an den Tag gelegt werden! Dieser Hinweis soll nicht dazu ermutigen, quasi sicherheitshalber einen Grad höher zu bewerten, weil das schlussendlich nur falsche Selbsteinschätzung fördert und damit mehr schadet als es nützt.

Schlüsselwerte

Tag SAC Skala Weg Gelände Anforderungen Illustration
sac_scale=hiking T1 gelb
Wandern
Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert.

Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.

Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.
Thumb
sac_scale=mountain_hiking T2 rot
Bergwandern
Weg mit durchgehendem Trassee (durchgehender Weg). Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen. Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.
Thumb
sac_scale=demanding_mountain_hiking T3 rot
Anspruchsvolles Bergwandern
Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen. Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.
Thumb
sac_scale=alpine_hiking T4 blau
Alpinwandern
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen. Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.
Thumb
Thumb
sac_scale=demanding_alpine_hiking T5 blau
Anspruchsvolles Alpinwandern
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr. Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil.
Thumb
Thumb
sac_scale=difficult_alpine_hiking T6 blau
Schwieriges Alpinwandern
Meist weglos. Kletterstellen bis II. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.

Meist nicht markiert.

Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln.
Thumb
Thumb

Offizielle Bewertungen in Österreich

Die Ausweisung der „Schwierigkeit“ von Wanderwegen auf Wegweisertafeln ist international nicht einheitlich. Das Österreichische System ist historisch von der Klassifizierung der Skipisten abgeleitet: Blau steht für leicht, Rot für mittelschwierig, Schwarz für schwierig. Blau kann auf Wegweisern entfallen. Da die Grundfarbe der Tafeln gelb ist umgeht man somit einen Widerspruch mit dem Schweizer System. Grundsätzlich können die Markierungen auf österreichischen Wanderwegweisern dennoch unkompliziert in der SAC Skala abgebildet werden:

  • T1 / Wandern : bei blauem bzw. fehlendem Punkt
  • T2 / Bergwandern : bei rotem Punkt
  • T3 / anspruchsvolles Bergwandern : bei schwarzem Punkt
  • T4…T6 / alpin : bei Piktogramm „Alpine ROUTE!“

Karten

Siehe auch