DE:Import/Guidelines

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Deutsche Übersetzung mehr oder weniger 1:1 aus der englischen Seite von user blutsauger. Keine Gewähr auf Richtigkeit, v.a. was den rechtlichen Teil und dessen Begriffe betrifft.

Die folgenden Richtlinien richten sich an Leute, die Datenbestände in die OSM Datenbank importieren wollen um sie zu verbessern - nicht um bestehende, vielleicht wohl überlegte Datenbestände automatisiert zu ersetzen oder zu überschreiben. Viele Aktivitäten rund um OSM erlauben einen großen Ermessensspielraum der Datennutzung. Bei Importen sieht das vielleicht etwas anders aus. Man sollte vorher gründlich überlegen und sensibel mit den verwendeten Daten umgehen.

Die Richtlinien sind nicht verbindlich. Deren (nicht-)Einhaltung ist keine Garantie für eine Akzeptanz oder Ablehnung eines Imports. Sie fassen die Erfahrungen großer und kleiner Importe der Vergangenheit zusammen. Fehler, aus denen man gelernt hat, und Grundsätze, die sich als nützlich erwiesen haben. Jeder, der einen Import plant, sollte sie sich zumindest einmal durchgelesen haben.

Die Data working group wurde von der OSMF beauftragt, Importe zu blockieren, die sich offensichtlich nicht an diese Richtlinien halten. Im schlimmsten Fall kann Dein Account dadurch abgeschaltet werden. Aber erstmal keine Angst - einfach weiterlesen...! Wie immer bei OSM basiert alles auf einer offenen Diskussion; die wird geführt auf der Import mailing list und der Diskussionsseite.

Erste Checkliste

Immer öfter werden von öffentlichen Stellen (Stadtverwaltung, Regierungsstellen) oder von non-profit Organisationen, Firmen und Privatleuten Vermessungsdaten zur Verfügung gestellt, die die Qualität von OpenStreetMap deutlich verbessern können. Wenn Du im Besitz solcher Daten bist, dann ist diese Seite die richtige für Dich.

Die OSM Datenbank repräsentiert das Werk unzähliger Freiwilliger, die sich meist sehr viele Gedanken über die von ihnen eingetragenen Daten gemacht haben. Behalte das im Hinterkopf! Importe beziehen sich in der Regel auf eine größere Menge Daten, die entweder vollautomatisch oder in Gruppenarbeit bei OSM eingetragen wird. Dies beinhaltet ein nicht zu vernachlässigendes Risiko, größere Flächen zu 'beschädigen'. Deshalb noch einmal die Bitte: Importe mit Sorgfalt, genügend Planung und Absprache in den Mailinglisten angehen.

Die folgende Checkliste gilt für Einsteiger wie für Fortgeschrittene gleichermaßen, beginnend mit allgemeinen Informationen hinüber zu mehr technischen Details. Diese werden in den darauffolgenden Abschnitten weiter behandelt. Je nach Wissensstand kannst du dich dort genauer informieren. Groß angelegte Importe (was auch immer das bedeuten mag) sollten immer nur mit Rücksprache technisch versierter Kollegen stattfinden, auch wenn du selber einer bist.

  1. Mache dich mit den grundlegenden Editierfunktionen von OpenStreetMap vertraut (wie eben die meisten anfangen: Wege, Häuser, Hausnummern, Hundekotsammelbeutelspender einzeichnen, lerne die geläufigen Tags durch die Mailingliste kennen). Lies die DE:beginners' guide.
  2. Informiere dich über bereits durchgeführte Importe: Import/Past Problems
  3. Welchen Datentyp möchtest du importieren? Straßenverläufe, Häuserumrisse, Gewässer oder Adressdaten?
  4. Stelle unbedingt sicher, dass du die geeignete Lizenz deines 'Lieferanten' zugesichert bekommst. Oft ist es für beide Seiten das Beste, dies in einem kleinen Vertrag festzulegen. Die OpenStreetMap Lizenz ist die DE:Open Database License. Falls die Lizenz der Daten damit nicht kompatibel ist, darfst du sie auch nicht verwenden. In vielen deutschen Verwaltungsstellen werden derzeit recht fortschrittliche Versuche unternommen, Vermessungsdaten freizugeben. Jedoch ist das von Fall zu Fall genau zu beurteilen. Einige Datenquellen sind fast frei: beispielsweise wird dann eine kommerzielle Nutzung unterbunden oder eine unbedingte Nennung der Quellen in allen OSM Bereichen gefordert. Manchmal jedoch ist es auch erfreulich einfach, seine lokale Verwaltung zur Freigabe ihrer Daten zu überzeugen, wenn man die Bedingungen der Odbl erklärt. In diesen emails findest du anregende Beispiele.
  5. Trage dein Import-Projekt und die zugeteilten Berechtigungen in dieser Tabelle ein. Damit hilfst Du, die Import-Szene an einem zentralen Punkt zu versammeln.
  6. Benenne den Urheber der Daten. Falls eine explizite Nennung erforderlich sein sollte, füge ihn in Contributors ein. Eine Nennung aller Quellen auf openstreetmap.org oder openstreetmap.de ist denkbarerweise natürlich nicht möglich.
  7. Plane und dokumentiere den Import. Erstelle eine Wiki-Seite dazu. Viele lokale OSM Gruppen in deutschen Städten haben eine eigene Wiki-Seite und listen dort ihre Projekte auf. Dies wäre vielleicht ein guter Platz, um deine Aktion zu publizieren. Wie soll die technische Umsetzung passieren? Beschreibe, welches Datenformat vorliegt und wie es in OSM XML konvertiert wird. Das ist auch für andere hilfreich. Vielleicht muss die Arbeit unter mehreren aktiven OSM'lern aufgeteilt werden; weise Verantwortungsbereiche zu. Berührungspunkte (conflation), Umwandlung von tags bzw. fremden Attributen, Vereinfachung von Daten, Umfang von Changesets, Qualitätssicherung (DE:quality assurance) sind je nach Größe des Import-Projekts weitere wichtige Stichpunkte. Beispiele finden sich hier
  8. Teile deinen geplanten Import der OSM-community mit. Das mindeste ist eine Ankündigung auf imports@openstreetmap.org mit einem Verweis auf die Wiki-Seite. Aber auch talk-de oder deine lokale OSM-Mailingliste (falls vorhanden) sollte von dem Vorhaben erfahren und profitieren. Keine Angst: talk-de ist für OSM fleissigstes Mapper-Land eine sehr ruhige und freundliche Mailingliste mit <10 Mails pro Tag! Weitere lokale Gruppen findest du hier: user groups, local chapters, und country-specific mailing lists.
  9. Die community ist neugierig und diskussionsfreudig! Lass dich nicht von Haarspaltereien aus der Ruhe bringen - je besser du auf Fragen vorbereitet bist, desto mehr Vertrauen gewinnst du. Plane den Import nach Sachgebieten. Alle Hundekotsammelbeutelspender, Ruderbootanlegestellen und Rollstuhlfahrer-WCs auf einmal zu importieren, nur weil sie da sind, macht wenig Sinn. Bei verbreiteten Ebenen wie Straßen und Häusern gibt es massig Erfahrung zu Imports, bei anderen weniger, dort steigt natürlich die Anzahl divergierender Meinungen.
  10. Befolge Deinen Plan, den du ins Wiki gestellt hast. Wenn du ihn nicht befolgst, korrigiere ihn und befolge ihn weiterhin.
  11. Dokumentiere deinen Fortschritt. Im Wiki und auf der Mailingliste. Stelle auch ein paar Bilder ein, das wirkt oft Wunder!
  12. Füttere deine Mitstreiter mit den Ergebnissen deiner Arbeit, sie werden sich freuen und dich loben. Je mehr man sich in sein Projekt vergräbt, desto schneller vergisst man, dass andere nicht dieses Expertenwissen parat haben. Und auch selber vergisst man oft schnell Details, deshalb ist eine permanente Dokumentation Gold wert.
  13. Gib bekannt, wenn dein Projekt zu Ende ist. Mit oder ohne Erfolg. Und bei letzterem: warum?

Bilde eine community

OpenStreetMap lebt davon, eine Weltkarte zu erstellen, die durch zahllose ehrenamtliche Helfer - größtenteils in ihrem Heimatgebiet - erschaffen wird. Datenimporte können zwar einen schlagartigen Zuwachs an relevanten Daten generieren, jedoch behindern sie auch die Bildung der communities, wie Simulationen gezeigt haben. Die community, die Gemeinschaft, lebt vom gemeinsammen Schaffen, vom sich Treffen und reden, dem Kontakt mit der Materie (=der Fußweg vor der Haustüre). Importierte Objekte unterliegen keinem 'Besitzverhältnis' mehr. Niemand kann mehr behaupten, 'das ist MEIN Weg' und niemand kümmert sich um dessen Pflege oder Aktualisierung. Wenn Du Mapper in deiner Gegend kennst, kann ein Import aber auch ein spannendes gemeinsames Projekt werden, bei dem jeder einen Beitrag aus einem Fachgebiet beitragen kann.

Versichere dich der Lizenzvereinbarungen

OSM lebt von 'freien' Daten. OSM muss seine Daten unter der DE:OpenStreetMap License zur Verfügung stellen. Selbstverständlich dürfen wir 'Public Domain' Daten verwenden; davon gibt es zwar ein paar, jedoch: alles weitere wird ein wenig kompliziert.

OpenStreetMap hat sich im September 2012 der Open Database License verschrieben. Demzufolge muss deine Datenquelle kompatibel dazu sein. Des weiteren musst du mit deinem Import den (Teilnehmerveinbarungen - contributor terms) zustimmen. Dies schliesst die Möglichkeit ein, dass auf Wunsch der OSM community diese Daten unter anderen freien und offenen Lizenz neu lizenziert werden.

Als Importer hast Du kein Recht darauf, zusätzliches Copyright auf die Daten zu erheben. Wenn du beispielsweise Public Domain daten importierst, darfst Du die Nutzung der Daten nicht weiter beschneiden. Weiterhin darfst du keine Freigabebestimmungen des ursprünglichen Autors entfernen oder diese verbieten.

Bitte achte auch auf die Bedinungen der Quellennennung (attribution). OSM kann ein paar Angebote dazu machen: Eine Erwähnung auf der Web-site (nicht auf der homepage, sondern auf der Contributors Seite im Wiki), oder auf www.openstreetmap.org/copyright für großflächige Datenzuwendungen. Weiter besteht die Möglichkeit, auf dem zum Import benutzten User-Account weiterführende Informationen zu verlinken. Dies hat einen großen Vorteil: Der ursprüngliche Autor eines OSM-Objektes bleibt für immer erhalten. Anders verhält es sich bei Attributen wie 'source=', die durch nachfolgende Edits entfernt werden können und unter Umständen auch die Größe der Datenbank unnötig wachsen lassen. Auch eine entsprechende Nennung der Quelle als Kommentar des changesets ist angebracht. Unter keinen Umständen möglich ist jedoch die Quellen-Nennung auf Ebene des Rendering, sprich alle Karten, die als slippy map eingebettet sind (oder vergleichbare Produkte aus OSM) können selbstverständlich nicht die Liste aller Datenquellen beinhalten. Sollte dies ein lizenzrechtliches Problem mit dem Autor sein, dürfen diese Daten eben leider nicht verwendet werden.

Ein weiteres Beispiel von Daten, die scheinbar frei (im Sinne von OSM), jedoch in der Quelle als unsicher einzustufen sind: In Wikipedia finden sich etliche Geodaten unter der 'Creative Commons' Lizenz. Jedoch hat sich bei OSM die Meinung etabliert, dass viele dieser Daten einfach von Google Maps kopiert wurden. Genau lässt sich das im Detail natürlich nie sagen. Sicherer ist es in diesen Fällen, sich nicht auf die Authentizität der Quelle zu verlassen. 'Better safe than sorry' - das lässt sich aus dem englischen Original nicht besser übersetzen.

Besprich dich mit der community

Es ist wichtig und vorteilhaft, dass du deinen Vorschlag eines Imports in jedem Schritt mit der community abstimmst. Der Detailgrad dieser Abstimmung hängt natürlich von der Größe und Prominenz des zu importierenden Bereichs ab. Zunächst trägst du dein Vorhaben in Potential Datasources ein. Dort beschreibst du deinen bisherigen Kenntnisstand zur Lizenz, die Genauigkeit und Aktualität der Daten, sowie ggf. Übereinstimmungen oder Unterschiede zu Daten, die an dieser Stelle bereits in OSM vorhanden sind.

In den globalen Mailinglisten (imports@openstreetmap.org mailing list) sowie ggf. der lokalen Mailingliste deiner Region solltest du den Import zur Diskussion veröffentlichen. Wie schon oben genannt, betreiben viele regionale OSM Gruppen eine eigene Wiki Seite, in der du sicher gerne dein Projekt einstellen darfst.

Bitte halte dich auch an diese Regeln, wenn ein nahezu identisches Import Vorhaben bereits in der Vergangenheit so durchgeführt worden ist. Die Dokumentation im Wiki und in den Mailinglisten hilft nämlich auch, Erfahrungen und Statistiken zu sammeln. Deine 'Nachbarn' werden informiert sein, dass sie keine Häuser mehr von bing abzeichnen müssen und Kollegen mit den gleichen Import-Plänen machen sich ihre Arbeit nicht umsonst.

Beginne deine Arbeit immer mit der Frage nach den Lizenzbestimmungen und der Genauigkeit der Daten. Ist die Lizenz nicht geeignet, kannst du das Projekt (leider) kippen. Stellt sich die Genauigkeit oder der Detailgrad als ungenügend oder fragwürdig heraus, lass die community entscheiden. Lasse dich nicht von Rückschlägen ermutigen, dokumentiere sie auf der Potential Datasources Seite, damit nicht jemand zweites sich wieder vergeblich die gleiche Mühe macht. Sind diese beiden ersten Schritte geschafft, kommt erst das eigentliche Vergnügen: wie bekommt man die Daten nach OSM? Vielleicht benötigst du Skripte um Koordinaten oder Layer umzurechnen oder zu filtern. Das Rad musst du nicht neu erfinden, es gibt meist genügend Erfahrung anderer.

Selbstverständlich gibt es auch Fälle, wo die technische Umsetzung vielleicht eine größere Hürde darstellt als die Lizenzfrage. Das musst du im Einzelfall selber entscheiden. Nur macht es wenig Sinn, alles fertig zu haben um dann letztlich doch am ersten Schritt zu scheitern.

Beschreibe deinen Import im Wiki

Den Fortschritt deines Imports solltest du unbedingt im Wiki dokumentieren. Das hilft nicht nur anderen Usern sondern auch dir selbst. Du wirst dir auf Dauer nicht alle Details, die zum Erfolg geführt haben, merken können. Kopiere Skripte, Dateinamen, Screenshots, alles was jemand braucht, um das nachzuvollziehen, ins Wiki. Erstelle einen eigenen Eintrag in Import/Catalogue und verlinke von dort auf deine eigene Wiki Seite. Falls du eine lokale OSM Gruppe in deiner Gegend hast, verlinke auch von dort auf deine Wiki Seite. Diese sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Datenquelle - Lizenz und Genauigkeit, Aktualität (wie schon in Potential Datasources eingetragen)
  • Software die Du benutzt (Name/Autor/Website) oder selbst geschrieben hast (teile deinen Quelltext!)
  • Wie werden die Daten konvertiert? Je nach Quelle gibt es ein anderes Tagging Schema ein anderes Koordinatensystem.
  • Wie werden/sollen die extrahierten Daten aussehen? Welche tags werden generiert? Können beispielsweise redunante Punkte auf geraden Linien vereinfacht werden?
  • Liefere Beispieldaten. Fertige einen Screenshot von Vorher- Nachher Bildern aus deinem Lieblingseditor an.
  • Beschreibe den User-Account, unter dem der Import durchgeführt wird. Das sollte nicht dein eigener sein, ihr könnt ihn euch auch teilen. Beim Hochladen auf ein einheitliches Tagging-Schema und commit-Kommentare achten.
  • Und mit dem Verlauf des Hochladens auf den Server: Links auf die betroffenen Stellen; auch hier sind Vorher- Nachher Bilder schön.
  • Die Sprache in OSM ist Englisch. Beschreibe deshalb dein Vorhaben auf den internationalen Seiten auch in Englisch oder zweisprachig. Je nach Region des Imports kannst du aber natürlich auf deiner lokalen Wiki Seite auch detailierte Beschreibungen in Deutsch verfassen. Eine kurze Zusammenfassung am Anfang in Englisch hilft anderssprachigen Nutzern, mit dir in Kontakt zu treten und stört die deutschsprachigen Leser nicht weiter.

Verwende einen eigenen User-Account

Erstelle für den Import einen eigenen User-Account. Verwende unter keinen Umständen deinen eigenen Account. Das hat folgende Gründe: Der neue User Account mag beispielsweise andere Weitergaberechte haben als du persönlich (vgl. Odbl Akzeptanz). Auf der 'Homepage' des generierten Accounts können Informationen hinterlegt werden, die nur den Import betreffen. Dein eigener Account liefert weiterhin die persönlichen Daten. Beides kann man verlinken. Ihr könnt euch einen Import-Account teilen, oder bei mehreren Mitarbeitern verteilte Accounts nach einem Namens-Schema erstellen, z.B. 'hansdampf_lummerland_import' und 'ericheifrig_lummerland_import'. Der Ersteller eines OSM Objektes bleibt an selbigem sein Leben lang haften, anders als das 'source=' Tag. Durch massenhafte Verwendung von 'source=' Tags wird unnötig die Kapazität der Datenbank beansprucht.

Du solltest diese Vereinbarung unbedingt einhalten. Im schlimmsten Fall kann dein eigener User-Account zeitweilig durch die DWG blockiert werden. Hast du aus Versehen beim Import einen kapitalen Fehler begangen, kann das Changeset des Import-Users rückgängig gemacht werden, während du weiterhin privat Waldwege vor der Haustüre mappen kannst. Die Trennung des User-Accounts entbindet dich also gewissermaßen einer gewissen Verantwortung, die sonst kapitale Konsequenzen hätte ;)

Definiere eigene tag Präfixe

Möglicherweise bietet deine Datenquelle weitere Informationen an, die nicht in das bisher etablierte OSM Tagging Schema passen. Möglicherweise gibt es ein 'Id' Feld, mittels dem man von OSM wieder zurück auf die Original-Daten kommen kann. Der TIGER Import in den USA beispielsweise nutzt dafür ein 'tiger:' Präfix und die originale Id eines Objekts wird mit 'tiger:tlid=0815' versehen.

Überlade den Import nicht mit Meta-Daten, die zwar vorliegen, aber für OSM nicht notwendig oder unbrauchbar sind. Je nach Anwendung erzeugen viele unterschiedliche Tags einen erheblichen Mehraufwand der verarbeitenden Datenbanken. Im Zweifelsfall möchtest du dich auch gerne an die hilfsbereite community wenden, um Grenzfälle auszudiskutieren.

Respektiere die Server Resourcen

OSM ist nicht Google. Stelle sicher, dass dein Import den Server nicht zu sehr belastet. Er dient auch anderen OSM Kollegen. Der TIGER Import aus den USA beispielsweise wurde über mehrere Monate verteilt, um den zentralen Server nicht ausser Gefecht zu setzen. Importiere große Datenmengen in kleinen Stücken oder baue Pausen in dein Import-Skript ein. Bei Fragen wendest du dich an die System Administratoren.

Mach nix kaputt!

Das muss eigentlich nicht explizit gesagt werden. Wie schon eingangs beschrieben, stammt der Großteil der OSM Daten von manuell eingepflegten Daten. Von Leuten, die mit dem GPS herumlaufen oder fahren, und anschließend die Daten in Potlatch oder JOSM editieren. Wenn Du großflächig Daten importierst an Stellen, die schon andere Leute editiert haben, brauchst du nicht davon ausgehen, dass diese Leute deinen eventuellen Mist wieder richten. Im Vergleich zwischen Potlatch und JOSM bietet JOSM noch ein paar Hilfestellungen, die unbeabsichtigte Falschimporte erkennen können, jedoch darf man sich nicht darauf verlassen. Sollte sich dein Import mit existieren OSM Daten überschneiden, ist extreme Vorsicht geboten. Leicht werden andere OSM'ler dadurch gekränkt und das ist nicht, was wir wollen.

Ein Import, sei er auch von einer 'vertrauenswürdigen' Quelle wie einem Vermessungsamt, ist nicht der Weisheit letzter Schluß. Viele OSM Daten sind mit extremer Hingabe zu Detail und Genauigkeit erfasst worden oder aus einem jüngeren Zeitraum. Deshalb: respektiere existierende OSM Daten und entscheide im Zweifelsfall bei einzelnen Objekten von Hand, ob der Import tatsächlich eine Verbesserung bringt. Letztlich übernimmst du mit diesem Schritt die Verantwortung der ersetzten Objekte.

Falls dein Import schief gegangen ist:

Du hast aus Versehen eine ganze detaillierte Siedlung ausradiert und mit Klötzchengrafik ersetzt: Keine Panik, das kann dir nicht passieren, denn du hast ja die ganze Anleitung durchgelesen, oder?

Falls nicht: revert ist das Stichwort. Melde dich so rasch wie möglich bei Imports, Talk oder deiner lokalen Gruppe (talk-de beispielsweise). Hier wirst du geholfen, aber nicht zu oft.

Richtlinien zur Datenverarbeitung

Keine gestapelten Objektdaten

Anders als traditionelle GIS (Geografische Informations-Systeme) kennt OSM keine 'Layer' (Ebenen). Daten, die (geographisch) über anderen Daten liegen, sorgen nur für Chaos. Klassisches Beispiel: zwei Knoten, die an exakt der gleichen Stelle liegen. Unerfahrene Benutzer bekommen graue Haare, wenn sie vor solch einem Konstrukt stehen. Die Karte Duplicate nodes map zeigt solche Fälle, wie sie auch der TIGER Import in den USA produziert hat. Jedoch existieren auch aus jüngeren Importen vergleichbare Probleme.

Andere Quellen beherrschen keine Polygone mit Löchern, so wie sie in OSM oft bei Häuserblocks mit Innenhof verwendet werden (Multipolygon Relationen). Stattdessen werden zwei 'building' Elemente übereinandergelegt. Auch hier ist entweder Handarbeit verlangt oder ein cleveres Postprocessing, das solche Fälle erkennt und optimalerweise selber lösen kann.

Wenn deine Daten in einem traditionellen GIS Format vorliegen, das mehrere Layer beinhaltet, sollte eine andere Herangehensweise gewählt werden. Beispielsweise das Zusammenfügen mehrerer Layer zu einem, wobei dann die Tags entsprechend ihrer Gewichtung aufgesammelt werden müssen. Oder aber du setzt einen WMS-Server auf, von dem dann mehrere Benutzer die Daten manuell übertragen, so wie es in Kanada gemacht wurde: Natural Resources Canada -Toporama.

Vereinfachung

Oft beinhalten deine Datenquellen zu viele Informationen: Zu viele Punkte um eine Kurve darzustellen oder mehr als zwei Knoten, um eine gerade Linie darzustellen. Bei großen Flächen wie 'shape=landuse' kann man das oft beobachten. Alle paar Meter sind Knotenpunkte entlang einer praktisch geraden Linie, die jedoch immer um vielleicht einen Meter hin- und her springen. Sei es, weil das GPS zur Aufzeichnung zu ungenau, oder aber auch zu genau war. Das erzeugt bei Rendering unschöne Zacken und ist generell nicht von inhaltlicher Sinnhaftigkeit geprägt. Es gibt Werkzeuge wie z.B. Map Shaper die helfen, zu detaillierte Flächenbeschreibungen zu vereinfachen. JOSM bietet ebenfalls zur manuellen Nachbearbeitung eine Menge Werkzeuge, die sich auch auf größere Flächen anwenden lassen. Denke immer daran, wie sich deine importierten Daten dem nächsten OSM Bearbeiter zeigen werden.

Siehe auch

Seiten zum Thema Import:

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