Organised Editing/Activities/Lüneburg Maps

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Lüneburg Maps“ arbeitet an einer offenen Datenbasis, die als Grundlage für Mobilitätsplattformen, Routing-Apps und Informationskampagnen zum Thema nachhaltige Mobilität in und um Lüneburg dienen soll. Aufbauend auf die vorhandene offene Geodatenbank der OSM werden dazu lokalspezifische Daten zunächst zu Lauf- und Fahrradrouten erhoben, um die Qualität der vorhandenen Big-Data-Datensätze durch hochwertige Local Data zu Lüneburg und dem Lüneburger Umland zu ergänzen. Lüneburg hat enormes Potenzial für schöne Fahrradwege abseits der Hauptverkehrsstraßen. Zahlreiche dieser Routen wurden über studentische Projekte etc. bereits erfasst. Zudem liegen von Seiten der Hansestadt und des Landkreises weitere Daten vor (u. a. zu Routen, die sich für eine schnelle Führung entlang von Hauptstraßen eignen, sodass je nach Zweck die schnellste oder die schönste/beste Route gewählt werden kann). Die Idee basiert auf studentischen Vorarbeiten und Workshop-Ergebnissen des Projekts Zukunftsstadt Lüneburg 2030+. Mit der Erfassung erster Daten zu ausgewählten Streckenabschnitten wurde im April 2019 begonnen. Eine Weiterführung des Projekts bis mindestens 2023 ist vorgesehen.

Ziele

Stadtspezifische, offene Datensätze erleichtern die Vermittlung von passgenauen und aktuellen Informationen rund ums Unterwegssein. Maßgeschneiderte Mobilitätsangebote machen die Entscheidung für umweltfreundlichere Verkehrsmittel einfacher. Gesundheitsförderliche Aktivitäten wie Laufen und Radfahren werden durch geeignete Routenvorschläge attraktiver.

Umsetzungsschritte

  1. Daten erfassen und übertragen: in Uni-Seminaren zu GIS und offenen Geodatenbanken
  2. Daten anbieten: z. B. im Bürgeramt als Fahrradkarte für Neubürger*innen; an der Uni als App für Erstsemester-Studierende
  3. Daten analysieren: tatsächliche Nutzung der Daten und Strecken
  4. Infrastruktur anpassen: auf stark genutzten Strecken Vorrang für Radverkehr einrichten
  5. Beschilderung für Routen und Routennetze ausbauen

Tagging-Schema

Für den ersten Projektabschnitt stand das Thema Radverkehrsförderung im Fokus. Hierzu wurden für ausgewählte, besonders fahrradfreundliche Strecken in Lüneburg radverkehrsrelevante Daten erhoben und in die OpenStreetMap eingepflegt.

Erfasst wurden und werden weiterhin (jeweils für den Teil der Infrastruktur, der zum Radfahren genutzt wird, d. h. für Radwege, aber auch für Straßen, sofern der Radverkehr auf diesen geführt wird, oder für Fußwege, sofern das Radfahren hier rechtlich zulässig ist):

  • der Wegtyp (Tags: highway=*, bicycle=* und weitere) inklusive der Beschilderung der Radverkehrsinfrastruktur
  • die Breite (Tag: width=*)
  • die ggf. vorhandene bauliche Trennung (Ist Radverkehrsinfrastruktur durch mehr als einen Bordstein von der MIV-Infrastruktur baulich getrennt? Wenn ja: Rad-Infrastruktur als eigene Linie in OSM)
  • Einbahnstraßen (Tag: oneway=*)
  • die Höchstgeschwindigkeit (Tag: maxspeed=*)
  • der Belag (Tag: surface=*)
  • der Zustand (Tag: smoothness=*)
  • die Beleuchtung (Tag: lit=*)
  • die Steigung (Tag: incline=*)
  • ggf. Zugehörigkeit zu einer Route (Tags: type=route, route=bicycle, network=*, name=*)
  • die Zugehörigkeit der Abschnitte zur neu angelegten Relation der "Radschönrouten"
  • die besondere (eher subjektiv begründbare) Eignung dieser und weiterer Streckenabschnitte für das Radfahren (Tag: class:bicycle=*)

Stand der Dinge

Juli 19

Mögliche Streckenführungen für sogenannte "Radschönrouten" abseits der stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen wurden im Rahmen einer Seminarreihe von Studierenden der Leuphana Universität gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Pez bereits ausgearbeitet. Eine Ausschilderung – und wo nötig Anpassung der Beschilderung – ist geplant. Für diese Strecken werden derzeit (im Sommersemester 2019) von einem weiteren Uni-Seminar Daten zur Radverkehrsinfrastruktur erfasst, die einzelnen Abschnitte auf ihre rechtlich zulässige Befahrbarkeit geprüft und in die OSM eingepflegt. Die so erfassten bzw. aktualisierten Daten sollen in einem ersten Schritt das Routing durch Apps und Routingportale verbessern. In einem zweiten Schritt sollen, wo immer konfliktarm möglich, Radverkehrshindernisse abgebaut und bisher nicht freigegebene Abschnitte auf die Möglichkeit einer Freigabe für den Radverkehr überprüft werden.

September 19

Die von den Studierenden erfassten und in die OpenStreetMap eingepflegten Daten werden derzeit auf Konsistenz und Richtigkeit überprüft. Daneben laufen die Planungen für eine Informationskampagne, die ab Oktober 2019 mögliche Nutzungsformen der Daten bekannt machen soll. In Zusammenarbeit mit einem Anbieter für Fahrradnavigations-Apps wird eine Experimentphase vorbereitet, innerhalb derer verschiedene Gewichtungen der OSM-Tags für das Routing getestet werden sollen. Ziel ist es, die Abschnitte der erfassten Radschönrouten als bevorzugte Wegevorschläge auszugeben. Am 10.09. wurde bekannt gegeben, dass das Leuphana-Projekt "Radverkehrsförderung 3.0" mit seinem digitalen Baustein Lüneburg Maps als eines von insgesamt drei Projekten für den Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Digitalisierung nominiert wurde. Mehr Infos unter: https://www.lueneburg2030.de/2019/09/10/lueneburg-maps-fuer-deutschen-nachhaltigkeitspreis-nominiert/

Kontakt

Projekt Lüneburg Maps, ein Teilprojekt der Zukunftsstadt Lüneburg 2030+. Mail: 2030@leuphana.de