DE:Tag:barrier=cycle_barrier

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barrier = cycle_barrier
Beschreibung
Ein Hindernis entlang eines Weges, das den Zugang für Fahrradfahrer verlangsamt oder verhindert. Datenelement (data item) anzeigen/bearbeiten
Darstellung in OSM Carto
Gruppe: Barrieren
Für diese Elemente
kann auf Punkte angewendet werdensollte nicht auf Linien angewendet werdensollte nicht auf Flächen angewendet werdensollte nicht auf Relationen angewendet werden (außer Multipolygon-Relationen)
Sinnvolle Kombinationen
Status: akzeptiertPage for proposal

Eine Fahrradbarriere oder Umlaufsperre (umgangssprachlich Drängelgitter) ist ein zaunartiges Hindernis auf Pfaden, Fuß- und Radwegen oder Feldwegen, die dazu dienen soll, abhängig von der Durchfahrtsbreite und Anordnung Radfahrende auszubremsen oder das Radfahren zu verhindern. Sie sind meist aus Stahl und zueinander versetzt angebracht. Die Absicht kann auch sein, das Befahren mit Kraftfahrzeugen zu verhindern – konkret Motorräder und Mopeds.

Wie kartieren?

Ergänze einen Knoten Knoten oder Punkt, der Teil eines existierenden Weges ist, am Standort des Hindernisses.

Darüber hinaus sollten weitere Tags hinzugefügt werden, die die Bauform der Barriere genauer beschreiben und welche Verkehrsarten sie passieren können. Abhängig davon, wie viel Aufwand du investieren möchtest, bestehen folgende Optionen, weitere Details zu erfassen:

Durchfahrt für Fahrräder und andere Fahrzeuge

Standard-Beschränkung für Radfahrende

Abhängig von der Bauform einer Barriere kann es große Unterschiede machen, welche Verkehre sie passieren können. Die meisten Unterschiede ergeben sich dabei für den Radverkehr.

Für normale Fahrräder ist es eine sehr gute Idee, eines der folgenden Tags zu ergänzen:

  • bicycle=no – "ein normales Fahrrad passt physisch nicht durch die Barriere (ohne es zu zerlegen oder über die Barriere zu heben)"
  • bicycle=dismount – "die Barriere verhindert, dass Radfahrende mit normalen Fahrrädern hindurchfahren können, es ist aber möglich, das Rad hindurchzuschieben"
  • bicycle=yes – "die Barriere ist mit einem normalen Rad leicht passierbar, auch wenn man langsam fahren muss"

Falls es eine Frage der Geschicklichkeit der radfahrenden Person ist, sollte man sich in die Lage einer ungeübten radfahrenden Person versetzen.

Fußwege, die mit "Radfahren verboten" beschildert sind und Barrieren dieser Art haben, sollten zusätzlich mit bicycle=no am Way selbst versehen werden.

Passierbarkeit für Lastenräder, Anhänger, Rollstühle usw.

Umlaufsperren können ein erhebliches Hindernis für Radfahrende sein, insbesondere mit Anhängern oder Lastenrädern, aber auch für Rollstuhlfahrende oder Menschen, die einen Kinderwagen schieben. Sie können den Weg für diese Gruppen sogar komplett unbenutzbar machen, selbst wenn das Radfahren dort erlaubt ist. Ob solche Barrieren für ein Fahrzeug mit gewissen Abmessungen (Breite, Länge) passierbar sein, hängt von den Abständen der Gitter und der Durchfahrtsbreite ab. Wegen der großen Vielfalt an Lastenrädern, Fahrrädern und Anhängern oder sogar Rollstühlen, können die Zugangsbeschränkungs-Tags bicycle=*, wheelchair=* oder cargo_bike=* nicht ausreichend sein.

Jedoch ist die Ermittlung, ob eine solche Barriere für solch ein Fahrzeug passierbar ist, komplizierter als bei anderen Hindernissen wie Pollern oder Toren. Abhängig vom Typ und der Bauform der Fahrradbarriere genügt es nicht, die maximale Durchfahrtsbreite zu erfassen. Stattdessen müssen mehrere Maße berücksichtigt werden.

Die folgenden Maße können dazu verwendet werden, die Abmessungen der Fahrradbarriere sehr genau zu beschreiben. Davon lässt sich die Durchfahrbarkeit für Fahrzeuge abhängig von ihrer Größe (bezüglich detaillierter Informationen, wie man die Durchfahrbarkeit ermittelt, sei auf das Proposal Advanced Cycle Barrier Tagging verwiesen). Welche der Maße notwendig sind, hängt von der Bauform der Barriere ab (siehe Tabelle im nächsten Abschnitt).

Tags für Abmessungen Ausreichend für welche Bauform? (siehe Tabelle unten) schematische Illustration
maxwidth:physical=* für die maximale Durchfahrtsbreite einfache Bauformen wie single, tilted und diagonal
  • spacing=* für den Abstand zwischen parallelen Gittern,
  • opening=* für die (kleinste) Öffnung oder Durchfahrtsbreite der Gitter,
  • overlap=* für die Überlappung aufeinanderfolgender Gitter.
Bauformen wie double und triple

Wenn ein Hindernis offensichtlich zu schmal für Fahrräder, Lastenräder oder Rollstühle ist und man nicht die exakten Maße nicht messen kann oder möchte, kann man auch bicycle=no, cargo_bike=no oder wheelchair=no ergänzen – im Allgemeinen sollten Access-Tags auf Barrieren jedoch vermieden werden, wenn diese präziser von anderen Tags ableitbar sind.

Wenn es die Möglichkeit gibt, an einem Hindernis vorbeizufahren – z.B. über einen informellen Pfad an dessen Seite – sollte man die Erfassung dieses Pfads als separaten Way mit dessen Eigenschaften und Zugangsbeschränkungen in Erwägung ziehen.

Zugangsbeschränkungen für Kraftfahrzeuge

Man sollte davon ausgehen, dass diese Art von Hindernis motor_vehicle=no impliziert. Falls eine Fahrradbarriere für größere Rettungs- oder Winterdienstfahrzeuge geöffnet werden kann, kannst man das mit cycle_barrier:installation=* erfassen.

Bauformen von Fahrradbarrieren

Der Schlüssel cycle_barrier=* kann dazu verwendet werden, die verschiedenen Bauformen von Fahrradbarrieren zu unterscheiden – jede hat gewisse Folgen für die Passierbarkeit oder es sind die Abstände sind erforderlich, um die Passierbarkeit zu ermitteln. Es ist eine textförmige Repräsentation typischer, häufig verwendeter Bauformen:

cycle_barrier=* Bild schematische Illustration Beschreibung
single Ein Hinderniss quer zum Weg mit einer Durchfahrtsöffnung, bei der man nicht um eine Schikane herumfahern muss. maxwidth:physical=* ist üblicherweise ausreichend, um die Durchfahrtsbreite anzugeben.
double Eine schikanenförmige Barriere über einen Weg, die aus zwei Hindernissen nacheinander besteht. Die Abmessungen können mit spacing=*, opening=* und overlap=* genauer angegeben werden.
triple Ein Hindernis quer zum Weg, das als mehrfache Schikane ausgebildet ist, üblicherweise durch drei Hindernisse hintereinander. Die Abmessungen der Hindernisse können mit Die Abmessungen können mit spacing=*, opening=* und overlap=* genauer angegeben werden.
diagonal Hindernis, dessen Elemente in einem Winkel angeordnet sind, sodass man je nach Abstand beispielsweise mit Fahrrädern oft einfach und mit geringer Geschwindigkeitsreduktion hindurchfahren kann. maxwidth:physical=* ist üblicherweise ausreichend, um die Durchfahrtsbreite anzugeben.
tilted Geneigte vertikal angeordnete Hindernisse, die eine recht enge Durchfahrt offen lassen. Die geneigte Barriere ist das prägende Element. Typischerweise sind sie schmaler als single und größer. Es ist aber möglich, dass eine sehr schmale Barriere vom Typ single die Durchfahrt in derselben Weise verhindert[1]. Sie werden "A-frame"[2] oder "K-frame"[3] genannt. Ursprünglich wurde squeeze[4] verwendet. Ähnlich zu barrier=motorcycle_barrier

Befestigung von Fahrradbarrieren

Verwende den Schlüssel cycle_barrier:installation=*, um anzugeben, wie das Hindernis im Boden befestigt ist oder oder ob es geöffnet oder entfernt werden kann (um die Durchfahrt für ein Rettungsfahrzeugs oder den Winterdienst zu ermöglichen – ählich wie bei Pollern (bollard=*)). Die unten stehenden Bilder zeigen Beispiele für gebräuchliche Mechanismen.

Beachte, dass man meistens einen Schlüssel benötigt, um eine Barriere dieses Typs zu öffnen.

cycle_barrier:installation=* Beispielfoto Beschreibung
fixed Hindernis fest im Boden verankert (oft einbetoniert), sodass die Barriere nicht entfernt oder geöffnet werden kann.
openable

Die Barriere kann geöffnet werden – ein häufiger Mechanismus sind Querholme mit Scharnieren, sodass sie nach oben geklappt werden können, oder Mechanismen ähnlich einer Schwingschranke.
removable Die Barriere kann entfernt werden. Auf dem gezeigten Foto kann die Barriere nach oben aus ihrer Verankerung gehoben werden (auch bei Pollern so gebräuchlich).
foldable ? Die Barriere kann mittels eines am Boden angeordneten Scharniers nach unten geklappt werden.

Beispiele

Trotz ihres Namens können Hindernisse dieser Art in ihrer Form und Funktion bezüglich der Durchlässigkeit sehr verschieden sein. Es ist daher sinnvoll, immer die Abmessungen oder Access-Tags zu erfassen.

Durch Verwendung von Access-Tags

Mit Angaben zur nutzbaren Breite

Hinweis: Manchmal kann man die Durchfahrtsbreiten durch Abzählen von Pflastersteinen ermitteln, wenn man die exakte Größe typischen Pflastersteine kennt, die in einer Gegend verbaut wurden. Die Pflastersteine im ersten und letzten Bild sind beispielsweise 10×20 cm groß. Mit dieser Information kann man die Längen sehr einfach „messen“.


(OSM)


(OSM)


(OSM)


Hinweis: Diese Bauform unterscheidet sich nur im Einfahrtswinkel von "normalen" Umlaufsperren der Bauform triple. Es ist nicht notwendig, dafür einen speziellen Typ zu definieren – es kann einfach triple verwendet werden. Mit corners=* kann genauer angegeben werden, wie die Geometrie der Fahrlinie ist.

Editoren

Siehe auch

  • cycle_barrier=* – Klassification der Bauformen von Fahrradbarrieren
  • cycle_barrier:installation=* – gibt an, ob die Fahrradbarriere im Boden fixiert ist, geöffnet oder entfernt werden kann
  • spacing=* – minimaler Abstnad zwischen den Gittern einer schikanenförmigen Barriere wie z.B. Umlaufsperren
  • opening=* – schmalste Berite einer Einfahrts- oder Ausfahrtsöffnung einer schikanenförmigen Barriere, wie z.B. Umlaufsperren
  • overlap=* – Überlappungsbreite der Gitter einer mehrteiligen/schikanenförmigen Barriere, wie z.B. Umlaufsperren
  • corners=* – Anzahl der Ecken, die – geometrisch gesehen – man bei der Durchfahrt durch die Barriere fahren muss.
  • barrier=barrier_board – Absperrschranke, die die Durchfahrt beschränkt oder einen Bereich komplett absperrt (im Allgemeinen, nicht nur spezifisch für Fahrräder)
  • bicycle=* – Durchfahrtsbeschränkung für Radfahrende
  • wheelchair=* – zeigt an, ob ein Ort mit einem Rollstuhl benutzt werden kann
  • Mit maxwidth:physical=* kann die Beschränkung der maximalen physikalischen Breite für das Passieren der Barriere angegeben werden.

References