DE:Tag:emergency=defibrillator
| Beschreibung |
|---|
| Automatisierter Externer Defibrillator, ein tragbares elektronisches Gerät das Herzrhythmusstörungen diagnostiziert und behandelt. |
| Gruppe: oberste Ebene |
| Für diese Elemente |
| Sinnvolle Kombinationen |
| Status: akzeptiert |
| Werkzeuge für dieses Attribut |
Ein
Automatisierter Externer Defibrillator (AED, ugs. Laiendefibrillator oder Defi) ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von Kammerflimmern durch Abgabe von Stromstößen. AED sind auf zunehmend im öffentlichen Raum verbreitet, etwa an belebten Plätzen, in Sportanlagen, an Feuerwehrhäusern und weiteren öffentlichen und privaten Gebäuden.
Eine einigermaßen vollständige und aktuelle Übersicht über Defibrillatoren gibt es in Deutschland bislang nur regional. Alle bundesweiten sowie viele regionale Informationsdienste haben deutliche Lücken und sind – im Gegensatz zu OSM – ohnehin in der Regel nur als Karte verfügbar, nicht aber als frei zugängliche, flexibel und auch offline nutzbare sowie maschinenlesbare Datenbank. Die in OSM erfassten Defibrillator-Daten können auch nicht einfach aus dem Internet genommen oder der Dienst eingestellt werden, wie dies in der Vergangenheit bei diversen Anbietern bereits der Fall war.
In der OSM-Datenbank waren Anfang August 2026 rund 19.500 Defibrillatoren in Deutschland erfasst. Sie ist verfügt damit bereits über den zweitgrößten Datenbestand für Deutschland − und den größten, der noch aktiv gepflegt wird. Der Bestand wächst exponentiell um ungefähr 500 Einträge pro Monat.
Wie kartieren?
Zeichne einen Punkt
an die Stelle des Defibrillators und füge emergency=defibrillator hinzu.
Folgende ergänzenden Merkmale (Tags) sollten mindestens verwendet werden:
defibrillator:location=*– Textliche Beschreibung wo der Defi zu finden ist (z. B. „vor dem Eingang rechts an der Wand“).defibrillator:location:de=*– Kann in Ländern außerhalb des deutschen Sprachraums im Fall einer gewünschten deutschen Übersetzung zusätzlich verwendet werden.defibrillator:location:en=*– optionale, zusätzliche englischsprachige Beschreibung (weitere Sprachen analog)
access=*– „yes“, falls frei zugänglich (beispielsweise an einer Hauswand), sonst mit Einschränkungen wie „private“.opening_hours=*– Wann zugänglich? („24/7“ falls unbeschränkt)indoor=*– Befindet sich das Gerät innerhalb eines Gebäudes („yes“) oder nicht („no“)?level=*– Gibt an, auf welchem Stockwerk sich das Gerät befindet. Das Erdgeschoss wird mit 0 angegeben, das Kellergeschoss mit -1.check_date=*– Wann wurde das Gerät für OSM (zuletzt) in Augenschein genommen?
Weitere ergänzende Tags sind:
description=*– eine kurze Beschreibungfixme=*– Hinweis auf fehlende oder unplausible Informationen, die nicht unmittelbar korrigiert werden können.operator=*– Betreiber des Geräts, in der Regel die Firma bzw. Behörde, in der es hängtmanufacturer=*– Hersteller des Gerätsmapillary=*oderimage=*– Bild des Gerätsmodel=*– Modell des Gerätesnote=*– allgemeine Notizen oder Erklärungen, etwa zur Zugänglichkeitphone=*– Telefonnummer des Geräteverantwortlichensource=*– Quelle der Information, etwa „survey“ bei Inaugenscheinnahme, eine dazu gesichtete Internetadresse oder auch „estimate“ und „extrapolate“, falls der Standort innerhalb eines Gebäudes geschätzt wurde.start_date=*– Wann wurde das Gerät aufgestellt bzw. ging es in Betrieb? Beispiele: „2024“ oder „2026-05-31“website=*– Internetseite mit weiterführenden Informationen (beispielsweise ein Bericht über die Aufstellung des Geräts)
Tipps zur Kartierung
Es gibt einige Ansätze, Defibrillatoren aufzuspüren und für OSM zu erfassen:
- Wer mit offenen Augen durch die Gegend läuft, wird immer wieder das grüne Herzsymbol an Türen sehen.
- Relativ weit verbreitet sind Defibrillatoren in Deutschland inzwischen bei Ärzten (besonders Kardiologen), bei Autohäusern, bei Banken, in Hotels, bei Sportvereinen und Schwimmbädern, bei Behörden und größeren Unternehmen sowie größeren Baustellen (in Baucontainern). Es kann sich lohnen, hier auch einfach einmal auf Verdacht nachzuschauen bzw. nachzufragen.
- Der Flucht- und Rettungsplan gibt in vielen Gebäuden oft auch Auskunft über etwaige Defibrillatoren.
- Neue Defibrillatoren im öffentlichen Raum werden recht häufig in Zeitungen, sozialen Medien oder weiteren Internetseiten bekanntgemacht.
- Tage der offenen Türen von Feuerwehren und weiteren Rettungsorganisationen, aber beispielsweise auch Gesundheitsinformationstage, bieten oft viele Gelegenheiten, mit Wissensträgern ins Gespräch zu kommen und nachzufragen.
- Weitere Datenbanken bzw. Karten (siehe auch unten) können Hinweise geben, wo ein Defibrillator sein könnte. Da die Einträge oft ungenau oder veraltet sind, ist umso mehr ein Ortsbesuch angesagt, bevor ein Eintrag in OSM angelegt wird.
Beispiele
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Defi-Schild
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Defi in Geesthacht
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Defi in Dortmund
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Defi in Zingst
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Defi-Box
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Defi in Frankreich
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Defi am Flughafen Malagar
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Defi-Station am Flughafen Hamburg
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Defibrillator für Rettungskräfte (mit Zugangscode)
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Defi in Telefonzelle
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Defi in Japan
einige Karten und Anwendungen

- OpenAEDMap (spezialisierte Karte, auch als App für iOS und Android verfügbar)
- Navigationsapps wie OsmAnd oder Wanderapps wie Komoot stellen Defibrillatoren dar und ermöglichen, gezielt danach zu suchen
- Mapy ist ein online und offline verfügbarer Kartendienst, der Defibrillatoren gezielt darstellen kann
- Datenabfragen per Leaflet mit Overpass API (Beispiel)
- OruxMaps: OpenAndroMaps mit Theme Elevate (in Konfiguration das Mapsforge-Thema „Notfall“ auswählen)
- OSM-FR tiles (Beispiel)
- Defikarte.ch alle Schweizer Defis
- Defi-Map Schweiz
- Defibrillatoren in Österreich
- FLOSM POI-Karte
- weltweite Defikarte
- weitere OSM-Projekte, die Defibrillatoren darstellen
Die Defi-Karte der App Team Bayern Lebensretter speist sich ebenfalls aus OSM, neben weiteren Quellen. Seit Juli 2026 werden Defi-Daten aus OSM gleichwertig dargestellt, wobei wesentliche Details (wie Zugänglichkeit und Standortbeschreibung) fehlen oder (wie Öffnungszeiten) oft falsch angezeigt werden.
Inzwischen setzen erste Landkreise in Deutschland rein auf Defibrillator-Daten aus OpenStreetMap, beispielsweise Osnabrück (trägt auch über das Projekt Defi League bei) und Roth (mit eigenem Account).
Beiträge
MapComplete ermöglicht, bestehende Defi-Einträge zu komplettieren.
Im Rahmen des Defi-Projekts in München wurde ein von den Münchner Verkehrsbetrieben gespendeter Datensatz von Defi-Standorten in U-Bahn-Stationen validiert und in OSM übernommen.
Links zur weiteren Datenbanken bzw. Diensten
- Bundesweite Angebote:
- Das Defikataster sieht sich mit rund 40.000 Einträgen als die umfangreichste Defi-Datenbank in Deutschland und stellt diese als Overlay auf einer Google-Karte dar. Die Karte wird offenbar seit 2021 zwar noch ergänzt, aber nicht mehr weiterentwickelt.
- Die DEFImap kennt über 15.000 Defi-Standorte, stellt diese auf einer OSM-Karte dar und verwendet ein Verifikationssystem.
- Die Björn-Steiger-Stiftung gibt, auf der Grundlage einer OSM-Karte, eine Übersicht über rund 4.000 eigene Defibrillatoren. Die Daten stehen auch als CSV-Datei bereit.
- Einige regionale Angebote:
- ASB schockt ist eine umfangreiche Karte für Hamburg und Umgebung, die u. a. Öffnungszeiten in der Darstellung berücksichtigt
- Der Freistaat Bayern lässt bis 2027 mit „LifeSaverDB“ eine weitere Datenbank entwickeln.
