Attributierung von Straßen in Deutschland

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Warning.png Diese Seite enthält Entscheidungshilfen für das Setzen von Attributen, wenn diese wesentlich von der eigentlichen Bedeutung des Attributs abweichen. Die Angaben hier sollten daher nur mit Vorsicht benutzt werden. Geschildert wird die Situation für Deutschland. Für Schweizer Straßen siehe DE:Switzerland/Map Features. Vorrangig gelten die Bedeutungen der ursprünglichen Map Features (hier deutsch).

Grundsätzliches für alle Straßen

Einstufung

Bei der Unterscheidung zwischen den Attributen highway=primary, highway=secondary und highway=tertiary insbesondere sind die Verwaltungsklassen Bundesstraße, Landes-/Staatsstraße und Kreisstraße nur eine Richtschnur! Hier geht es um die jeweilige Verkehrsbedeutung, siehe Beispiele . Die Verwaltungsklassen werden über Relationen referenziert.

Bezeichnung

Straßennummerpfosten

Jede klassifizierte Straße wird durch eine Buchstaben/Ziffernkombination gekennzeichnet. Der Buchstabe K steht für Kreisstraße, L für Landstraße, B für Bundesstraße und A für Autobahn. Nach einem Leerzeichen folgt die Straßennummer. Die Klassifizierungstufe und die Straßennummer sind ersichtlich von Stationierungen (Kilometersteinen), von Leitpfosten, von der Hinweisbeschilderung, von Schildern über den Vorfahrtszeichen und aus amtlichen Karten. Das Bild rechts zeigt die Kreisstraße 28.

Für jede klassifizierte Straße soll eine Routenrelation erstellt werden. Dieser Relation ist die Straßenbezeichnung als Referenz zuzuweisen:

Für die Straßenklassen WikiProject Germany/Autobahn, Bundesstraße, Landesstraße und Kreisstraße sind Wiki-Projektseiten eingerichtet.

Durch Anlage weiterer Relationen können z.B. die Verlaufe der Europastraßen oder von Wanderwegen dargestellt werden:

In Sachsen stehen S und in Bayern St für Staatsstraße; Kreisstraßen haben das Autokennzeichen des Landkreises anstelle des Buchstaben K.

Straßenname

Der amtliche Straßenname sollte innerörtlich gesetzt werden, damit Router die anliegenden Häuser finden. Außerorts führt diese Angabe ggf. zu einen unruhigen Kartenbild.

  • name=Örtlicher Straßenname Bei Ortslagen mit anliegenden Grundstücken


Getrennte Fahrbahnen

Autobahnen und Straßen mit getrennten Richtungsfahrbahnen sollen durch zwei Pfade dargestellt werden. Generell immer dann, wenn es baulich nicht möglich ist, auf der Straße zu wenden. Auch wenn es einzelne Wendepunkte gibt, sollte man zwei Pfade zeichnen und die Wendepfade extra einzeichnen.

Map dual carriageway.png
Die Knotenpunkte sollen paarweise direkt nebeneinander angeordnet werden, um ein ansprechendes Kartenbild zu erhalten.

Vormals sind wenige Strecken, die zwar eine doppelte Mittellinie, aber keine bauliche Trennung haben, als gegenläufige Einbahnstraßen kartiert worden. Dieses beruhte auf einer Fehlinterpretation der StVO, wonach die doppelte Linie eine andere Höchstgeschwindigkeit erlauben würde. Gelegentlich könnten diese Strecken wieder zu einer Linie zusammengefasst werden. Dabei ist auf bereits erfasste Merkmale zu achten, insbesondere auf Relationen und die verbotene Überfahrt der Mittellinie. Dies kann mit den Fahrspuren sowie den erlaubten Fahrspurwechsel erfaßt werden. Ein massenhaftes Umkartieren ist nicht erwünscht.


Außerorts

Autobahnen

Zeichen 330: Autobahn (Beginn)
Autobahn

Empfohlene Attribute für Autobahnen: highway=motorway oneway=yes

Anschlussrampen / Autobahnkreuze / Autobahnauffahrten

Empfohlene Attribute für ein Autobahnkreuz: highway=motorway_link oneway=yes ref=Nummer der Zielautobahn

Die durchgehenden Autobahnpfade sollten weiterhin als solche gekennzeichnet werden. Nur die Verbindungswege zwischen den Autobahnen ("Kleeblätter") sollten als "motorway_link" gekennzeichnet werden.

Autobahnauffahrten sollten ab dem Autobahnschild als "motorway_link" gekennzeichnet werden. Hier sind Passagen mit Gegenverkehr durchaus möglich. Typischerweise ist das der erste Abschnitt nahe der untergeordneten Straße ab dem Autobahnschild, wenn er als Doppelfahrbahn mit durchgezogener Linie ausgeführt ist. Bitte bei den Auffahrten ganz allgemein genau auf die Richtung der Segmente und die Vergabe des Attributs "oneway" achten!

Einfädelspuren (Beschleunigungsstreifen) sollten wie sonstige Sonderfahrspuren (z.B. Abbiegespuren) behandelt - und nicht als eigene Linien eingetragen werden. Der Knotenpunkt sollte dort gesetzt werden, wo sich Zubringer und Autobahn treffen. Das ist bei Einfahrten der Anfang der Einfädelspur und bei Ausfahrten deren Ende.

Damit eine Navigationssoftware richtig ansagen kann, "Verlassen Sie hier die A 2 nach rechts auf die A 7", muss der Motorway-Link von der A 2 auf die A 7 bereits als "A 7" benannt werden.

Europastraßen

120px-Zeichen 410.svg.png

Die Europastraßen sind eine Routengruppen, die zusätzlich zur staatlichen Benennung auf klassifizierten Straßen verläuft. , die zusätzlich als Europastraßen gekennzeichnet sind, zum Beispiel "E 5". Auch diese Angabe kann als Referenz erfaßt werden.


Schnellstraßen

Werden amtlich als Autobahnähnliche Straßen bezeichnet und ähneln in Bauweise und Beschilderung den Autobahnen. Wo solche Straßen über längere Strecken kreuzungsfrei und getrennt sind, werden die Pfade beider Fahrtrichtungen so gekennzeichnet: highway=trunk oneway=yes

Für die Auffahrten (highway=trunk_link) gilt das zu Autobahnauffahrten Gesagte entsprechend.

Zeichen 331: Kraftfahrstraße (Beginn)
Meistens sind diese Schnellstraßen zusätzlich als Kraftfahrstraße festgesetzt. Dies ist mit

motorroad=yes zu mappen. Auch das Fehlen dieser Ausweisung sollte mit motorroad=no festgehalten werden, damit deutlich ist, dass hier auch langsamere Fahrzeuge zugelassen sind.


Kraftfahrstraßen

Eine Kraftfahrstraße ist eine Unterform einer anderen Straßenklasse. Sie erhält zusätzlich zur passenden Angabe highway=* die Kennzeichnung:

motorroad=yes

Grundsätzlich kann jede Straße von der Bundesstraße bis zur Gemeindestraße als Kraftfahrstraße ausgeschildert sein. Sie ist dann nur für Kraftfahrzeuge bestimmt, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h überschreitet. Fußgänger und Radfahrer sind ausgeschlossen.


Bundesstraßen

120px-Zeichen 401.svg.png

Bundesstraßen bilden unterhalb der Autobahnen die zweite Ebene des flächendeckenden Straßenverkehrsnetzes. Der Ausbauzustand ist sehr unterschiedlich und reicht von autobahnähnlichen Schnellstraßen bis hinunter zu einfachen Straßen mit vielen Ortsdurchfahrten.

Bundesstraßen sind über ihre Nummer (B xxx, wobei xxx 1-3-stellig) zu identifizieren, die auf Wegweisern, Voranzeigern, Vorfahrtszeichen angegeben wird. Auch auf Autobahnen wird bei der Ausfahrtsbeschilderung auf kreuzende Bundesstraßen hingewiesen.

Falls eine geringere Verkehrsbedeutung nicht etwas anderes nahelegt, sind Bundesstraßen, die keine Schnellstraßen sind, so zu kennzeichnen:

Landstraßen

Landstraßen dienen dem zwischenregionalen Verkehr und werden zumeist von den Ländern Wikipedia unterhalten. Sie sind, falls keine abweichende Verkehrsbedeutung vorliegt, wie folgt zu kennzeichnen:

In Österreich und im Saarland gibt es Landesstraßen erster und zweiter Ordnung - die Landesstraßen zweiter Ordnung erkennt man an ihrer höheren Nummer (in Österreich ab L 1000, im Saarland ab L 200). Sie entsprechen den Kreisstraßen und sollten deshalb auch als solche gekennzeichnet werden.

Kreisstraßen

Kreisstraßen dienen dem Verkehr innerhalb eines Kreises und gewährleisten zusammen mit Landstraßen die Anbindung an den überregionalen Verkehr.

Nebenstraßen

Die Nebenstraßen oder Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen außerhalb von geschlossenen Ortschaften. Sie verbindet benachbarte Gemeinden oder die Ortsteile einer Gemeinde miteinander. Gemeindestraßen gelten straßenrechtlich als nicht klassifiziert und haben üblicherweise keine Kilometrierung.

Wenn keine abweichende Verkehrsbedeutung vorliegt, ist folgende Kennzeichnung angemessen:

Wenn die Gemeindeverbindungsstraße mindestens vier Meter breit ist und dem Durchgangsverkehr dient hat, ist folgende Kennzeichnung angemessen:

Dergleichen sollte möglichst bis zur nächsten höherklassigen Straße durchgezogen werden, auch innerorts.

Sonstige untergeordnete Straßen

Darunter fallen alle sonstigen öffentlichen Straßen, die dem Ausbauzustand der Gemeindestraße entsprechen. Dies können auch landwirtschaftliche Wirtschaftswege sein, die für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind.

Straßen ohne Straßenbelag wurden früher als "highway=unsurfaced" markiert. Jetzt werden sie dagegen mit der Klassifizierung (z.B. unclassified, tertiary, ...) bezeichnet und eine Oberflächenangabe wie surface=unpaved ergänzt. Für nicht öffentliche unbefestigte Wege ist zusätzlich access=private zu verwenden.

Landschaftlich schöne Straßen können mit scenic=yes gekennzeichnet werden.

Straßen die als "nur geländegängige Fahrzeuge" ausgewiesen sind, können mit 4wd_only=yes gekennzeichnet werden.

Erschließungswege zu einzelnen Häusern

Nicht öffentliche Zufahrtswege müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Beispiel:

Zufahrtstraße zu einer Almwirtschaft, die nur der Inhaber und dessen Bedienstete mit motorisierten Fahrzeugen befahren dürfen:

Wirtschaftswege

Zeichen 260: Verbot für Kraft­räder, auch mit Beiwagen, Kleinkrafträder und Mofas sowie sonstige mehr­spurige Kraftfahr­zeuge
Zeichen 250: Verbot für Fahr­zeuge aller Art

Diese Feldwege, Forstwege und Waldwege auszuzeichnen mit:

Manche Renderer erkennen nur den Tracktype. Darum ist es sinnvoll, sowohl den Tracktype als auch das Oberflächenmaterial anzugeben.

Sperrung für Kraftfahrzeuge (Zeichen 260) mit Ausnahme für forst- und landwirtschaftlicher Zwecke:

Sperrung für Fahrzeuge aller Art (Zeichen 250), mit Ausnahme landwirtschaftlicher Zwecke:

  • vehicle=agricultural (Da vehicle erst später definiert wurde, öfters auch als access=no zu finden, was aber den Zugang nicht nur für Fahrzeuge beschränkt.)

Wanderwege und Radfernwege

Siehe auch Wanderwege, Radfernwege, Mountainbikewege

Innerorts

Hauptstraßen

Hauptstraße

Der Begriff Hauptstraße kann keiner festen Kategorie zugeordnet werden, da er maßgeblich von der Größe des Ortes abhängt, in dem sich die Straße befindet. In einem sehr kleinen Dorf kann "residential" sinnvoll sein, während in größeren Orten oft die durchlaufenden Bundesstraßen das Hauptstraßennetz bilden. Wichtig ist, dass beim Übergang in den Ortsbereich kein Sprung in der Straßenklasse auftritt. Die Straße übernimmt also am Ortseingang üblicherweise die Klasse der zuführenden Straße. Wenn ein key="highway" value="unclassified" innerorts zur Hauptstraße wird, ist innerorts ebenfalls "unclassified" zu wählen.

In sehr großen Städten, in denen die Bundesstraßen ihre ursprüngliche Bedeutung verloren haben, kann von der strikten Regel "primary"=Bundesstraße abgewichen werden, wenn die Bundesstraßen kein vollständiges Hauptstraßennetz mehr ergeben. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, auffällige Lücken mit "primary" zu schließen. Ringstraßen in größeren Städten sind teilweise als eigene Bundesstraßen klassifiziert (R-Nummern), und sind dann eindeutig auf "primary" abzubilden.

Durchgangsstraßen

Durchgangsstraßen werden in erster Linie vom Durchgangsverkehr genutzt, haben aber typischerweise auch Anwohnerverkehr. Auf ihnen ist in der Regel 50 km/h, relativ selten 60 km/h erlaubt. Typisches Kennzeichen für Durchgangsstraßen ist der bessere Ausbauzustand im Vergleich zu Anliegerstraßen, der auch bis zu mehrspurig mit getrennten Fahrtrichtungen reichen kann. Weitere Kennzeichen betreffen Vorfahrtsregelungen, Kreuzungsausbau oder Beschilderung.

Mehrspurige Durchgangsstraßen, die auch dem überegionalen Durchgangsverkehr dienen, sind typisch für:

Vorfahrtsberechtigte Durchgangsstraßen, die lediglich ein Stadtviertel oder ein Wohngebiet erschließen, sind typisch für:

Nicht vorfahrtsberechtigte Durchgangsstraßen können als highway=unclassified eingetragen werden.

Anliegerstraße

Anliegerstraße

Diese Straßen in besiedelten Gebieten sind dadurch gekennzeichnet, dass

  • sich auf wenigstens einer Seite Häuser befinden,
  • es sich um kleine Straßen handelt,
  • es Parkmöglichkeiten gibt (manchmal nur für Anwohner),
  • es einen eigenen Fußgängerbereich gibt (Bürgersteig),
  • es nur unerheblichen Durchgangsverkehr gibt.

Bei Anliegerstraßen gilt meist die Vorfahrtsregel auf 'rechts vor links', auch Kreisverkehre kommen vor. Ein anderes Kriterium sind Tempo-30-Zonen, die bevorzugt Gebiete mit Anliegerstraßen umschließen. Nicht erforderlich für eine Anliegerstraße ist das Zusatz-Verkehrszeichen "Anlieger frei".

Größere (Vorfahrts-)Straßen mit anliegenden Häusern sollten als Durchgangsstraße (secondary oder tertiary) oder Bundesstraße (primary) markiert werden.

Empfohlenes Attribut für Anliegerstraßen:


Bei Einbahnstraßen, die in Gegenfahrtrichtung mit dem Fahrrad befahren werden dürfen:


Verkehrsberuhigter Bereich / Wohnstraßen

Verkehrsberuhigter Bereich

Der de:Verkehrsberuhigter Bereich wird zu Beginn durch das Verkehrszeichen 325 und am Ende des Bereichs durch das Verkehrszeichen 326 gekennzeichnet.

Ohne weitere Abwägung können diese Strecken ausgezeichnet werden mit:

Umgangssprachlich wird ein verkehrsberuhigter Bereich oft als "Spielstraße" bezeichnet. Dieser Begriff existiert in der Straßenverkehrsrecht in einem anderen Sinn und sollte daher vermieden werden. In Österreich lautet die offizielle Bezeichnung Wohnstraße.

Sonstige untergeordnete Straßen

Kleinere Innerortsstraßen, die den Kriterien der Wohnstraße nicht entsprechen, z.B. weil keine Bebauung vorhanden ist, oft in Außenbereichen oder in reinen Industrie-/Gewerbegebieten.

Zufahrtswege

Zufahrtswege zu einzelnen Häusern, zu Parkplätzen o.ä. können als highway=unclassified (etwas größer) oder highway=service (etwas kleiner) eingetragen werden. Brauchbare Faustregel: Auf Service-Wegen passen keine zwei Autos aneinander vorbei.

Fuß- und Radweg

Ausgeschilderter Fußweg - Gebot (Zeichen 239)

Empfohlene Tags für einen ausgeschilderten Fußweg (nur eine Variante verwenden):

Egal ob man sich für highway=footway oder highway=path entscheidet, das Zugangsattribut foot=designated sollte in jedem Fall gesetzt werden, da Meinungsverschiedenheiten über die Verwendung der beiden highway-Attribute bestehen und auch mal einfach umattributiert werden.

Zusätzlich als Punkt neben dem Weg:

Wenn ein solcher Fußweg straßenbegleitend verläuft, dann genügt es im Allgemeinen, anstatt den Fußweg getrennt zu erfassen, die Straße um das Attribut foot=designated zu ergänzen, um zu verdeutlichen, dass ein für Fußgänger gebotener/designierter Weg vorhanden ist.

Zeichen 239: ausgeschilderter Fußweg

Siehe auch Fußweg, Radfahrer frei.

Ausgeschilderter Fußweg, Anlieger frei (Zeichen 239 + 1020-30)

Empfohlene Attribute für einen ausgeschilderten Fußweg, Anlieger frei (nur eine Variante verwenden):

Zusätzlich als Punkt neben dem Weg:

120px-Zeichen 239.svg.png
120px-Zusatzzeichen 1020-30.svg.png
Zeichen 239 und 1020-30: ausgeschilderter Fußweg, Anlieger frei

Fußgängerzone (Zeichen 242)

Empfohlener Tag für eine Fußgängerzone:

Zusätzliche Tags:

Zeichen 242: Fußgängerzone, Fußgängerbereich

Fußgängerzone, Radfahrer und Lieferverkehr frei (Zeichen 242, 1022-10, 1026-35)

Empfohlenes Attribut für eine Fußgängerzone, Radfahrer und Lieferverkehr frei:

Zusätzliche Attribute:

Zeichen 242.svg
Zusatzzeichen 1022-10.svg
Zusatzzeichen 1026-35.svg
Zeichen 242, 1022-10 und 1026-35: Fußgängerzone/Fußgängerbereich, Radfahrer frei, Lieferverkehr frei

Ausgeschilderte Fahrradstraße (Zeichen 244)

Empfohlene Tags für eine ausgeschilderte Fahrradstraße:

Zusätzliche Attribute:

Zeichen 244: ausgeschilderte Fahrradstraße

Ausgeschilderte Fahrradstraße, Anlieger frei (Zeichen 244 + 1020-30)

Empfohlene Attribute für eine ausgeschilderte Fahrradstraße, Anlieger frei:

Zusätzliche Attribute:

120px-Zeichen 244.svg.png
120px-Zusatzzeichen 1020-30.svg.png
Zeichen 244 und 1020-30: ausgeschilderte Fahrradstraße, Anlieger frei

Bürgersteig

Empfohlene Tags für Bürgersteig :

Je nachdem, ob links, rechts, auf beiden oder auf keiner Straßenseite parallel zum Straßenverlauf ein Gehweg (auch Bürgersteig) verläuft. Bitte darauf achten, dass sich links und rechts immer auf die im Editor dargestellte Richtung des Weges bezieht. Das bedeutet, dass diese Bürgersteig-Attribute immer überprüft und ggf. geändert werden müssen, wenn man die Wegrichtung verändert, etwa, um eine Einbahnstraße zu kennzeichnen. (Siehe auch sidewalk=*.)

Schreibweise von Straßennamen

Straßennamen sollen so geschrieben werden, wie sie auf den Straßenschildern stehen.

Im Zweifelsfall gilt die Schreibweise auf dem Straßenschild, selbst wenn sie falsch ist: Dies ist die "offiziell" amtliche Schreibweise durch die verantwortliche Kommune. Man schaue keinesfalls in einem Stadtplan nach, da diese dem Urheberrecht unterliegen und manchmal absichtlich falsch sein können.

  • Ortsnamen, die auf er oder ische enden, werden auseinander geschrieben: Hamburger Straße, Französische Straße. Ortsnamen können Orte, Stadtviertel oder benannte geografische Punkte sein. Die Getrenntschreibung beruht auf dem untergegangenen Genitiv. Bei, z. B., Hamburger Straße war Die Straße der Hamburger gemeint.
  • Umgangsbeschreibungen wie Innere, Äußere, Hintere, Vordere, Obere, Untere, … werden ebenfalls als eigener Wortteil abgetrennt. Ein Beispiel aus München: Innere Wiener Straße; aber: Oberanger ist ein feststehender Begriff und wird zusammengeschrieben. Noch ein Straßenname mit Ortsbeschreibung aus München: In den Kirschen (Ortsbeschreibung: wo?).
  • Personennamen mit Vor- und Zuname und Titel etc. werden mit Durchkopplungsstrichen geschrieben: Von-der-Tann-Straße, Bürgermeister-Hans-Jochen-Vogel-Straße. Beispiel einer bösen Falle: In München gibt es einen Herrn Passauer; daher heißt die ihm gewidmete Straße Passauerstraße und nicht Passauer Straße!.
  • Der Rest wird zusammengeschrieben; so auch die Hammerstraße (die Straße, wo der Hammer hängt). Dagegen nimmt die Hammer Straße Bezug auf die Stadt Hamm.
  • Schwieriger sind Straßen mit einem Bad: So gibt es die Bad-Soden-Straße und die Bad Schachener Straße. Aber auch hier ist das …er wieder ein Hinweis.
  • Eine Kombination aus den Regeln ist der Moosacher St.-Martins-Platz. Moosach ist ein Ortsteil von München (mit er), der Rest wird durchkoppelt.
  • Großschreibung: Laut Duden werden "alle zum Namen gehörenden Adjektive und Zahlwörter" groß geschrieben, also "Am Sonnigen Hang".


Beispiele für die Notwendigkeit eines flexiblen Einordnens von Straßen

Warum man nicht nur nach Schema F (amtliche Straßenklasse) Attribute vergeben sollte und welche Fallstricke es geben kann (Kraftfahrstraße), soll diese Sammlung von Beispielen aus dem Karlsruher Raum verdeutlichen. In der Bildbeschreibung finden sich Links zur Karte.


Links

Links auf Deutsch

Links in Englisch