DE:Tag:highway=unclassified

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Public-images-osm logo.svg highway = unclassified
Highway unclassified-photo.jpg
Beschreibung
Nebenstraße mit geringerem Verbindungscharakter als highway=tertiary
Für diese Elemente
sollte nicht über Punkten verwendet werdenkann Linien zugeordnet werdenkann Flächen zugeordnet werdenuse on relations unspecified 
Sinnvolle Kombinationen
Status: In Benutzung

highway=unclassified wird für befestigte Straßen mit Verbindungscharakter benutzt, die für den öffentlichen, motorisierten Verkehr freigegeben sind. Diese Straßen sind meist schmaler und stehen in der Einstufung unterhalb von highway=tertiary.

Hingegen werden (Feld-, Forst-, Bergbau- etc.-) Wirtschaftswege mit highway=track getaggt, bzw. Zufahrtsstraßen und Versorgungswege mit highway=service. Gegebenenfalls vorhandene Zugangsbeschränkungen sind jeweils mit access=*zu ergänzen.

Für Wege, die schwer einzuordnen sind, folgen Beispiele und einige Entscheidungshilfen.

Während innerhalb von Siedlungen unterhalb von highway=unclassified noch highway=residential existieren, gibt es eine solche Unterkategorie außerhalb von Siedlungen nicht. highway=track ist nicht die ländliche Analogie zu highway=residential, sondern beschreibt überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzte Wege, die oft erst hinter den Gehöften beginnen.

Nicht zu verwechseln sind Straßen, die in OSM noch keine Klassifizierung erhalten haben. Für diese wird als Platzhalter highway=road verwendet.

Anwendung

Der Teil von highway=unclassified mit erheblichen Durchgangsverkehr sollte möglichst bis zur nächsten unclassified oder höherklassigeren Straße fortgeführt werden, auch innerorts. Ist dagegen das durch eine highway=unclassified erschlossene Siedlungsziel klein und verursacht nur wenig Durchgangsverkehr so können Abschnitte der Straße in bebauten Gebiet auch als highway=residential belassen werden.

Gelegentlich ist ein highway=unclassified nicht asphaltiert. Dann sollte der Belag mit surface=* beschrieben werden. Das ist z.B. für Radfahrer wichtig.

Wege auf dem Lande

Definitionen: Siedlungsziele und Siedlungsverkehr

Siedlungsziele sind öffentlich zugängliche Ziele (z.B. Gebäude), die regelmäßig nicht nur von ortsansässigen Hausbewohnern, sondern auch von ortsfremden Verkehrsteilnehmern aufgesucht werden und somit nicht land- und forstwirtschaftlichen Straßenverkehr (Siedlungsverkehr) verursachen. Das sind vor allem bewohnte Gebäude, aber keine reinen Stallungen. Das sind aber auch offzielle Wanderparkplätze, Gaststätten, Hotels, besondere Sehenswürdigkeiten, Reithallen, Sporthallen, Sportplätze, Gewerbegebiete, aktiv genutzte Militäranlagen.

Wasserwerke, Umspannungswerke oder Windräder werden nicht häufig besucht und sind in diesem Sinne keine Siedlungsziele.

3 Leitlinien zur Einordnung von Wegen auf dem Land

Im Folgenden drei Grundprinzipien zur Einordnung einer Straße. Im konkreten Fall hat der Kartograph die Prinzipen gegeneinander zu gewichten und das Zusammenspiel der benachbarten Siedlungsstrukturen und Straßen einzuschätzen.

1. Jedes bewohnte Gebäude löst Siedlungsverkehr zu den höheren Straßen aus.

highway=unclassified bezeichnet eine öffentliche Nebenstraße, die Siedlungsziele (siehe Definition) erschließt und neben landwirtschaftlichem Verkehr einen überwiegenden Anteil von Siedlungsverkehr führt. Da außerhalb von Siedlungen highway=residential nicht genutzt wird, ist hier in der Regel jedes Siedlungsziel über einen Weg der Kategorie highway=unclassified (oder einer höheren Kategorie) in Richtung der nächsten Ortschaft angebunden. Ausnahmen sind vor allem Zufahrten zu einzelnen Häusern oder Höfen.

2. Auch Feldwege können asphaltiert sein.

In manchen Gegenden sind sie die Norm, in anderen Gegenden sind sie ungewöhnlich. Asphaltierte, gepflasterte oder betonierte Feldwege mit überwiegendem land- oder forstwirtschaftlichem Verkehr werden als highway=track tracktype=grade1 getaggt. Sie beginnen oft hinter dem Gehöft und spielen für die Verbindung zwischen Siedlungszielen und Ortschaften gar keine oder nur eine untergeordnete Rolle.

Feldwege, führen zwar oft über privatem Grund, doch werden sie für die Kartierung als highway=track erfasst, bei Bedarf aber mit dem Zusatz access=private versehen.

3. Die Hofzufahrt ist die Brücke auf's Privatgelände.

highway=service service=driveway bezeichnet den Zufahrtsweg zu einem bewohnten Gehöft, sofern dieser ausschließlich von den Hofbewohnern genutzt wird. Sein privater Charakter wird in vielen Regionen durch eine Abzäunung oder ein Hoftor, aber auch durch Schilder wie "Privatweg" oder "Betreten auf eigene Gefahr", unterstrichen.

Für die unmittelbaren Zufahrten zu Windrädern bietet sich highway=service ebenfalls an, sowie für die Rangierwege innerhalb des geschlossenen Hofbereiches, der als landuse=farmyard getaggt wird.

Oft führt ein Weg durch ein Hofgelände hindurch. Hier muß man abwägen zwischen highway=service, highway=track und highway=unclassified nach dem privaten Charakter der Durchfahrt und anderer Faktoren. Häufig ist der Typ des Weges vor und hinter dem Hof verschieden.

Abgrenzung von highway=unclassified und highway=track tracktype=grade1

Häufig wirken highway=unclassified und highway=track mit tracktype=grade1 einander vom Äußeren relativ ähnlich (beide befestigt und schmaler als zweispurig). Entscheidend ist die Art der Benutzung. Wird die Straße neben der Benutzung für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr regelmäßig auch für anderen Verkehr (Siedlungsverkehr) genutzt, z.B. als erlaubter Schleichweg oder durch Anlieger, wie die Bewohner der anliegenden Gehöfte, ist highway=unclassified die bessere Wahl.

Schilder an Waldwegen wie "für landwirtschaftlichen Verkehr frei" oder "Dieser Weg ist nach dem Waldgesetz des Landes gesperrt", sind Hinweise, dass es sich bei dem Weg eher um einen highway=track handelt, dennoch könnten dort Anlieger wohnen.

Eher highway=unclassified

  • Der Weg ist erlaubte Hauptanbindung zu einem Siedlungsziel, auch wenn er nur für Anlieger frei ist.
  • Auf dem Weg sind Infrastrukturlinien, wie Busse, Postautos, Müllabführ unterwegs.
  • Der Weg bietet sich zwischen Gemeinden als Schleichweg an und ist dafür zugelassen.
  • Der Weg bietet sich für mehrere Siedlungsziele als Schleichweg an und ist dafür zugelassen.
  • Der Weg liegt auf einer abkürzenden durchgängig erlaubten Route, die zwei klassifizierte Straßen verbindet.

Eher ein highway=track

  • Der (asphaltierte) Feldweg mündet nur in einen unasphaltierten Waldweg (oder ist in anderer Form eine Sackgasse) und es liegen daran keine Siedlungsziele.
  • Es liegen keine Siedlungsziele an diesem Feldweg und er bietet sich vom Verlauf her nicht als Schleichweg an.
  • Es liegen keine Siedlungsziele an diesem Feldweg, er bietet sich zwar als Schleichweg an, doch ist dafür nicht zugelassen.
  • Es liegen keine Siedlungsziele an diesem Feldweg und er bietet sich maximal für ein Siedlungsziel als zusätzlicher Schleichweg an, gehört aber nicht zu dessen Hauptanbindung(en).

Übergang von highway=unclassified zu highway=track

Wenn der Weg vor allem aus einer Richtung mehrere Siedlungsziele erreicht, so ist er nur bis zum letzten Siedlungsziel "unclassified" und geht ab dort in einen "track" über.

Beispiele

Seitental im Mittelgebirge: Escherbachtal

Nördlich von Istrup und Herste führen drei asphaltierte Straßen ins Escherbachtal. Nur an der östlichen Straße liegen im Südteil bewohnte Gebäude. Ansonsten gibt es im Escherbachtal nur Scheunen Wiesen und Felder und rundum viel Wald, eine Landschaft aus dem Bilderbuch.

Hof und Weggabelung im Escherbachtal: "Zum Aspen" querverlaufend, "Alter Postweg" in den Wald aufsteigend
  1. Die östlichen Straße ("Zum Aspen") ist von Istrup kommend bis zum nörlichsten Gehöft als highway=unclassified getaggt. nördlich der Gehöfte als highway=track tracktype=grade1. Schließlich geht die Straße in einen unasphaltierten Waldweg über: highway=track tracktype=grade2.
  2. Die mittlere Staße über den Ortberg ist für die nördlichen Anlieger des Aspen eine interessante Alternativroute nach Herste und Bad Driburg: highway=unclassified.
  3. Da die westliche Straße zu keinen Siedlungszielen führt, ist sie durchgängig als highway=track tracktype=grade1 getaggt.

Dicht besiedelte flache Landschaft: Münsterland

Bei Drensteinfurt steht etwa alle 500 Meter ein Haus. Die Landschaft ähnelt einem großen Wohnpark. Auf beinahe allen asphaltierten Straßen ist ständig nichtlandwirtschaftlicher Verkehr unterwegs. Einen highway=track tracktype=grade1 findet man hier nur in Ausnahmefällen. Ansonsten findet man ausschließlich nichtasphaltierte Feldwege.

Verbotener Schleichweg, Anlieger frei

Ein asphaltierter Feldweg bietet sich zwischen zwei Orten als Schleichweg an, doch ist er nur für Anlieger zugelassen. Der einzige Anlieger ist ein Gehöft, welches nahe des größeren Ortes liegt, so daß dessen Privatverkehr primär in diese Richtung erfolgt. Hier wird vom größeren Ort bis zum Gehöft als highway=unclassified getaggt, ab dort als highway=track.

Siehe auch

Attributierung_von_Straßen_in_Deutschland